Unser verehrter Gruibinger Gemeinderat versucht sich seit einiger Zeit an der Verbreitung populistischer Phrasen. Das ist nichts neues. Dass diese Ergüsse mittlerweile regelmäßig in der Göppinger Zeitung NWZ erscheinen, zeugt von deren Qualität. Am Freitag erschien ein Arkikel zum Thema Hundekot. Gegen das unerlaubte Hinterlassen soll nun verstärkt vorgegangen werden. Es sollen Dienstleister oder ein 400-Euro-Feldschütz eingestellt werden! Bei solchen Nachrichten bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Die werten Herren Gemeinderäte sind wohl auf einer Tretmine ausgerutscht und haben sich den Kopf angeschlagen? Dabei haben sie leider vergessen, sich um wichtige Themen im Ort zu kümmern. So wird nun zum Beispiel ein traditionsreicher Fußweg, der Mittelbrunnenweg, idyllisch am Bach entlang zwischen Königstrasse und Bergstrasse gelegen, von einem Neugruibinger zubetoniert. Klaaar, er hat großzügigerweise auf einen 30cm breiten Streifen seines Grundstücks verzichtet und bietet somit den dort täglich gehenden Schulkindern die Möglichkeit, zwischen der Betonmauer und dem Bach durch zu balancieren. Mütter, die ihre Kleinkinder in den Kindergarten bringen wollen, müssen zukünftig auf die Mitnahme des kleinsten Sprößlings im Kinderwagen verzichten oder aber einen Umweg gehen – an der viel befahrenen Hauptstrasse entlang. Scheiß drauf. Sollen sie sich doch auch nen SUV kaufen. Den jedenfalls fahren die Gemeinderäte, die sich über Hundescheisse beklagen. Ich wusste gar nicht, dass man die aus der Sitzhöhe der Geländekisten noch sehen kann. Ich jedenfalls freue mich darauf, zukünftig von einem Feldschützen beim Gassigehen begleitet zu werden.