
Lohnt es sich überhaupt, ein Auto zu beschreiben, das sowieso nur 150mal gebaut wird? Natürlich lohnt es sich, zumal der Mercedes SLR McLaren Roadster 722 S ein absoluter Traumwagen geworden ist. Wie Auto Motor und Sport berichtet, werden die Stuttgarter ihren offenen Supersportler auf dem Pariser Autosalon vorfahren lassen und den Preis noch einmal um 25.000 Euro erhöhen.
Das fällt allerdings prozentual nicht allzusehr ins Gewicht, denn nunmehr beginnt die Skala halt bei 517.650 Euro.
Warum der Aufschlag? Ganz einfach: weil der Motor noch einen Tick stärker geworden ist. 5,5 Liter V8 waren ja bereits aus dem “normalen” Roadster bekannt, doch in der 722 S-Variante sorgen 650 PS und 820 Nm für unglaubliche 3,7 Sekunden Beschleunigung und eine V-Max von 335 km/h.
Als wäre das noch nicht sportlich genug, hat Mercedes den Wagen noch einmal um einen Zentimeter tiefer gelegt und auch das Fahrwerk wurde noch einmal gestrafft:
Hinzu kommen neue 19 Zoll-Felgen sowie Bremsscheiben aus Carbon und Keramik. Zu erkennen ist der Roadster 722 S an einer speziellen Lackierung, gitterförmigen Luftauslässen auf der Motorhaube, neueingefassten Leuchten und neu bezogenen Sportschalensitzen.
Eine Frage ist allerdings noch offen. Warum heißt der Wagen ausgerechnet 722? Ich werde es verraten: Im Jahr 1955 errang der britische Rennfahrer Stirling Moss mit einem 300 SLR einen Sieg bei der Mille Miglia. Seine Startnummer, na, die 722. Und die Startzeit war noch dazu 07:22 Uhr.
Da sage noch einer, die Automobilbranche sei nicht abergläubisch.
|