
Es ist schon interessant: im Carmondo-Forum herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass der wahre Silberpfeil aus dem Hause Mercedes-Benz kommt. Doch nun titelt Auto-Presse : Audi baut letzten Silberpfeil nach. Ja was denn nun? Bzw. wer denn nun?
Fakt ist, dass die Ingolstädter anlässlich des Godwood Festivals of Speed in Großbritannien den Auto-Union-Rennwagen Typ D aus dem Jahr 1939 nachbauen und dem neuen, alten Boliden einen 485 PS starken Zwölfzylinder einsetzen. V-Max des Retrorenners liegt bei satten 340 km/h und
durch die neue Replika kann der Vorgänger, ein weitgehend aus Originalteilen zusammengebauter Typ D von 1938, seinen Ruhestand im Markenmuseum antreten.
So weit, so gut. Doch wie verhält es sich nun mit der Bezeichnung “Silberpfeil”. Aufschluss gibt Wikipedia, wo wir erfahren, dass sowohl die Grand-Prix-Rennwagen von Auto Union als auch die von Mercedes-Benz aus den Jahren 1934 bis 1939 so betitelt wurden. Einschränkend könnte man vielleicht noch anmerken, dass die Auto Union Autos auch als “Silberfische” bezeichnet wurden, doch halte ich den Namen Silberpfeil dann doch für passender.
Die späteren Silberpfeile aus der Nachkriegszeit stammten dann aber allesamt von Mercedes-Benz. Kein Wunder, denn die Auto-Union wurde im Jahr 1958 erst von Mercedes-Benz, im Jahr 1964 dann von Volkswagen übernommen. 1969 folgte dann die Fusion mit NSU und es entstand die Audi NSU Auto Union AG, die 1985 in Audi AG umbenannt wurde.
Soviel zur Geschichte.
Siehe auch: Street Eliminator: Vorgeschmack|Street Mag' Show 2008: Vorgeschmack (Street Magazine PK) |