Es rückt näher, das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring . Auch AUTO BILD und AUTO BILD MOTORSPORT greifen in das Geschehen ein: mit einem Audi A3 24h (1984 cm³, Turbo, 310 PS) und einem extra aus Japan eingeflogenen, rechtsgelenkten Honda Civic Hybrid (1496 cm³, 150 PS). Um die Herausforderung meistern zu können, bereiten sich die Fahrer schon fleißig vor. Teil 1: das Uniroyal Funcup -Rennen in Oschersleben.
Kollege Henning Klipp (Honda Civic Hybrid) kann heute nicht in den Funcup-Käfer steigen. Er ist in Hockenheim. Bei der Mazda Zoom-Zoom Xperience zeigt er Lesern der AUTO BILD den Weg ans Limit. Also bin ich alleine hier, beim Rennen des Uniroyal Funcup in Oschersleben. Das sechsstündige Langstreckenrennen ist ideal, um Reflexe und Renntaktik zu trainieren. 130 PS, 760 Kilogramm Gewicht ? die Gitterrohrrahmen-Renner mit GFK-Karosserie sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern auch echte Rennwagen. Allerdings mit sportlichen Straßenreifen statt Slicks, um Einsteigern mit Veranstaltungslizenz die Sache einfacher zu machen.
Mit vier Kollegen aus der Medienwelt wechsele ich mich am Steuer der Startnummer 170 ab. Teamname: “Media Stars”. Der Wetterbericht sagt ein trockenes Rennen für morgen voraus. Aber heute, zum Training, regnet es. Auf der Strecke steht das Wasser. Gut für das Feingefühl im rechten Fuß ? die heckgetriebenen Funcup-Tourenwagen haben weder Traktionskontrolle noch sonst irgendwelche elektronischen Helfer. Purer Fahrspaß eben. Und für den Startplatz spielen die Rundenzeiten im Regen keine Rolle: Im Funcup verlosen die Veranstalter die Startplätze. Damit es gleich nach den Rennstarts Action gibt.
Es kommt, wie es kommen muss: Unser Team landet ganz weit hinten im 20 Teilnehmer großen Feld. Bei der Fahrerlagerparty haben wir kein Losglück. Dafür läuft der Start hervorragend: Nach der ersten halben Stunde liegen wir auf Platz sechs. Dann der erste pflichtmäßige Boxenstopp. Normalerweise tauschen die Teams jetzt die Fahrer. Wir schicken unseren Startfahrer noch mal raus. Leider unterschätzt er die kalt gewordenen Reifen. In der engen Boxenausfahrt setzt er das Auto in die Planken, lädiert die Radaufhängungen auf der rechten Seite.
Normalerweise bedeutet so ein Schaden: einpacken. Das Technik-Team von funmotorsports, dem Organisator des Funcup, setzt alles daran, den Wagen wieder flott zu bekommen. Und tatsächlich: Nach einem längeren Boxenaufenthalt können wir weiterfahren. Allerdings mit 20 Runden Rückstand. Auch ohne Aussichten auf Erfolg macht das Rennen Spaß. Es bleibt trocken. Spannende Zweikämpfe, Windschattenduelle und ausgeklügelte Fahrerwechsel ? all das ist eine hervorragende Vorbereitung auf ein noch längeres Rennen. Die 24 Stunden auf dem Nürburgring können kommen.
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