Es ist doch wie verhext. Ich schaffe es einfach nicht, die Techno Classica in Essen zu besuchen. Peinlich, peinlich, peinlich. Zum Glück gibt es aber so fleissige Chromjuwelen-Mitglieder wie Herrn Dirk ''Pixeleye'' Behlau oder
Christoph Pohlmann, die nicht lange mit den ersten Fotos auf sich warten lassen ...
Der ''Trabicustomizer'' schlägt genau in diese Kerbe, sogar die Navigation orientiert sich an den verschiedenen Selecta-Versionen. Gute Sachen kann man ja schließlich nicht immer besser machen. Aber erweitern.
Nee, sind sie nicht. Um mal auf die Überschrift zurückzukommen. Denn Supercars sind wie Superhelden, und Batman treffe ich auch nicht morgens mit 'nem kleinen Herrengedeck am Kiosk. Irgendwie will es in meinen Kopf nicht rein - und das ging mir schon bei ''carsinbarns.com'' so-, dass klassische Supersportler wie Lamborghini Miura, De Tomaso Pantera oder Ferrari Daytona auch rosten. Geschweige denn, dass sie einfach auf den Schrott wandern. Vergessen, abgeschoben, misshandelt.
Dass die Realität anders aussieht, zeigt eindrucksvoll ein Thread im SupercarForum. Denn die Kollegen quälen sich gerade gegenseitig mit allerhand Bildmaterial, was sie wo gesehen haben. Es ist zum Heulen ...
Dass man in Russland jede Menge Ahnung vom Custom-Geschäft hat, ist keine Neuigkeit. Handwerk hat dort Tradition, und die zahlungskräftige Kundschaft hockt in großer Zahl praktisch vor der Tür. So lässt sich auch erklären, wie solche Projekte - wie dieser Wolga - realisiert werden können.
Dieser Wagen hat mehr vorzuweisen als einen vergleichsweise einfachen Engine-Swap. Hier wurde ein nagelneuer Porsche Cayenne seziert und mit der Karosserie eines betagten Wolga geschmückt. Moderne Technik, klassische Optik. Über optische Details kann man aus geschmacklicher Sicht wohl unterschiedlicher Meinung sein. Russen lieben aber nunmal den Kitsch und Opulenz. Wer es bezahlt, darf sagen, wie es aussieht.
Für weitere technische Fakten ist mein russisch zu lückenhaft, aber die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Bleibt noch zu erwähnen, dass die ''Glitzersteine'' allesamt aus dem Hause Swarovski stammen. Blingbling Towaritsch.
Unsere Engineswapdepot.com-Kollegen haben einen Artikel eingeflogen, in dem Christopher auf die Fotogalerie der Japanese Classic Car Show 2007 (Long Beach, California) verweist. Ich habe ja gehört, dass es auch in den Chromjuwelen einige Mitglieder gibt, die den japanischen Klassikern gegenüber nicht abgeneigt sind (nein, meine persönlichen Neurosen an dieser Stelle nicht mit eingerechnet).
Also. Wie wäre es mal mit einem 1974 Mazda RX-4 anstelle eines Mopars?
Ich gebe zu, mit dem Namen ''Team Vaseline'' haben sich die Jungs ein gehöriges Ei gelegt. Aber immerhin gibt es so keine Verwechslungsmöglichkeiten. Es sei denn, irgendwo auf der Welt ist ein homoerotisches Kaffeekränzchen mit ähnlichem Namen unterwegs. Mal abgesehen vom Namen gibt es hier eine saubere Präsentation einer der unzähligen Schraubergemeinschaften in unserem Land, die ein Herz für Customculture (ja, mit ''C'') haben.
Jetzt ist es raus - das erste Chromjuwelen-Buch. Auf 194 Seiten wird feinste Automobilbaukunst vorgestellt. Mit sensationellen Fotos von Bernhard Angerer. Endlich gibt es Chromjuwelen auch in gedruckter Form, als ''Coffee Table Book''. Ein Muss für jeden Chromjuwelen-Liebhaber!
Aber um das gleich auch in den ersten Zeilen richtig zu stellen. Es handelt sich bei dem Buch ''Chromjuwelen. Autos mit Geschichte'' nicht um unser Werk. Vielmehr um den Ausstellungskatalog des Technischen Museums Wien zur aktuellen Chromjuwelen-Ausstellung. Insofern gebührt das Lob auch alleine unseren Wiener Seelenverwandten. Wir freuen uns sehr, dass sie dazu beitragen, den Begriff ''Chromjuwelen'' zu etablieren.
Der aufmerksame Chromjuwelen-Leser hat es sicher längst in unserem Terminkalender entdeckt. Dass im Technischen Museum Wien am 25. Oktober eine ganz besondere Sonderausstellung startet: ''Chromjuwelen. Autos mit Geschichte''. Anhand ausgewählter Fahrzeuge - u.a. Mercedes-Benz Silberpfleil, Bentley S2 oder dem legendären Kaiman MK IV - wird erzählt, warum diese Raritäten ''Ikonen'' sind.
Wir gratulieren nicht nur zur gelungenen Namenswahl, sondern möchten jedem Leser empfehlen, der Ausstellung, die aus rund 100 Jahren Automobilgeschichte erzählt, unbedingt einen Besuch abzustatten!
... und zwar nach Auto und Straße. Kurz: nach FREIHEIT. Denn mit einem speziellen Druckverfahren wurden ''Benzin-Duft-Kristalle'' auf den Heftumschlag aufgetragen. Was für eine lässige Idee, was für ein kooles Heft!
Für die ''Black Issue'' haben die Kollegen mächtig Gas gegeben und sind in die dunkelsten Ecken abgetaucht. ''Wir waren mit 20 Flight Rock Chef Mike's 56er Cadillac auf Tour, haben mit Johnny Porsche und echten Moonshinern Schnaps vernichtet, waren bei den Kreuzrittern in der Tatra, beim Alien Schöpfer und Biomechanik Gott H.R. Giger in den Alpen und haben zwei Fetisch-Girls mit einem schwarzen Dodge Charger R/T abgeholt.''