Italien im Zeitraffer. Besser lässt sich unsere Reise - wobei es Trip (=Rausch) eigentlich besser trifft - quer durch Italien nicht zusammenfassen. Kaum angekommen, ging es schon im Korso durch atemberaubende Altstädte und im Sturzflug durch Serpentinen. Immer unserem 1956 Mercedes-Benz 300 SL W198 hinterher. Von Brescia über Verona nach Ferrara, von Ferrara über San Marino und Assisi nach Rom, von Rom über Siena, Bologna und Maranello zurück nach Brescia. Dazwischen zu wenig Schlaf und den Kopf übervoll mit Eindrücken. Wie war der eigene Name noch? In welcher Stadt sind wir doch gleich?
Der Norden – und ich meine Norden, nicht diese mitteldeutsche Großstadt Hamburg – macht endlich auch mal so richtig mobil. Die Herren der (fiktiven) Firma Goldth haben in ihrem hauseigenen Rennsportportal ein weiteres regelmäßiges Altautotreffen ausgebrütet. Am 1. Juni 2008 geht es damit los und die Veranstaltung hört auf den Namen FAT, ausgeschrieben ergibt das die charmante Betitelung "Flensburger Alteimertreffen". An dieser Stelle folgt nun das obligatorische Zitat der Verantwortlichen:
Morgen Abend ist es soweit: Unser längst überfälliges (motor-) kulturelles Fortbildungsprogramm beginnt! Und zwar mit einem Kurztrip nach Italien. Nach Brescia, um genau zu sein. Denn in Brescia startet sie, die Mille Miglia. Eben der Klassiker unter den Langstrecken-Straßenrennen, der z.B. so große Begriffe wie ''Gran Turismo (GT)'' bekannt gemacht hat. Wir wollten es schon immer mal wissen und fahren sie deshalb in diesem Jahr mit, die berühmten ''1000 Meilen''!
Nach einer dreijährigen Vorbereitungszeit - und mit einigen Extrarunden bei der Restaurierung - wurde die Sammlung ''Prototyp - Personen. Kraft. Wagen.'' am 5. April 2008 eröffnet. Thomas König und Oliver Schmidt haben mit diesem Museum ein Meisterwerk abgeliefert. Natürlich geht es in erster Linie um ''Personen, Kraft und Wagen'', doch alleine die Architektur ist beeindruckend. Moderne Eleganz fügt sich perfekt in die historischen Mauern. Nackter Backstein, kühler Stahl, glatte Flächen und alles durchdringendes Licht geben einem das sichere Gefühl, in einer stil- und geschmackvollen Automobilsammlung gelandet zu sein.
Es ist doch wie verhext. Ich schaffe es einfach nicht, die Techno Classica in Essen zu besuchen. Peinlich, peinlich, peinlich. Zum Glück gibt es aber so fleissige Chromjuwelen-Mitglieder wie Herrn Dirk ''Pixeleye'' Behlau oder
Christoph Pohlmann, die nicht lange mit den ersten Fotos auf sich warten lassen ...
Der ''Trabicustomizer'' schlägt genau in diese Kerbe, sogar die Navigation orientiert sich an den verschiedenen Selecta-Versionen. Gute Sachen kann man ja schließlich nicht immer besser machen. Aber erweitern.
Nee, sind sie nicht. Um mal auf die Überschrift zurückzukommen. Denn Supercars sind wie Superhelden, und Batman treffe ich auch nicht morgens mit 'nem kleinen Herrengedeck am Kiosk. Irgendwie will es in meinen Kopf nicht rein - und das ging mir schon bei ''carsinbarns.com'' so-, dass klassische Supersportler wie Lamborghini Miura, De Tomaso Pantera oder Ferrari Daytona auch rosten. Geschweige denn, dass sie einfach auf den Schrott wandern. Vergessen, abgeschoben, misshandelt.
Dass die Realität anders aussieht, zeigt eindrucksvoll ein Thread im SupercarForum. Denn die Kollegen quälen sich gerade gegenseitig mit allerhand Bildmaterial, was sie wo gesehen haben. Es ist zum Heulen ...
Dass man in Russland jede Menge Ahnung vom Custom-Geschäft hat, ist keine Neuigkeit. Handwerk hat dort Tradition, und die zahlungskräftige Kundschaft hockt in großer Zahl praktisch vor der Tür. So lässt sich auch erklären, wie solche Projekte - wie dieser Wolga - realisiert werden können.
Dieser Wagen hat mehr vorzuweisen als einen vergleichsweise einfachen Engine-Swap. Hier wurde ein nagelneuer Porsche Cayenne seziert und mit der Karosserie eines betagten Wolga geschmückt. Moderne Technik, klassische Optik. Über optische Details kann man aus geschmacklicher Sicht wohl unterschiedlicher Meinung sein. Russen lieben aber nunmal den Kitsch und Opulenz. Wer es bezahlt, darf sagen, wie es aussieht.
Für weitere technische Fakten ist mein russisch zu lückenhaft, aber die Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Bleibt noch zu erwähnen, dass die ''Glitzersteine'' allesamt aus dem Hause Swarovski stammen. Blingbling Towaritsch.