Von Ralf Becker Aus irgendeinem Grund fällt es mir nicht leicht, dieses Buch
anzumoderieren. Schon seit mindestens drei Wochen schiebe ich den Text
von links nach rechts. Schreibe, lösche, editiere - und kriege es
irgendwie nicht hin. Ich habe
keinen blassen Schimmer, warum. Vielleicht, weil ich zuviel Respekt vor
dem Buch habe. Vielleicht, weil ich im Bereich "Hot Rod Art" und
"Lowbrow" nicht
wirklich sattelfest bin.
Nichtsdestotrotz - ich habe Dwayne mein Wort gegeben. Und er hat mir
schon als Dankeschön zwei sensationelle Prints geschickt. Vielen Dank
an dieser Stelle schon mal, Dwayne! Also. Ran da. Anfangen.
Reduziert man Hot Rodding einzig auf die - zugegeben, im Mittelpunkt
stehenden - betagten Fahrzeuge, die einem "Hop-Up Job" unterzogen
wurden, also massiv frisiert wurden, so begeht man schnell den Fehler, das
gesamte Thema zu einseitig zu betrachten. Und übersieht dabei das gesamte
Umfeld, das Hot Rodding zu dem macht, was es ist: motorisierte
Kreativität.
Während die meisten Fotobände sich eher dem
erstgenannten Thema
widmen, also den nach eigenen Vorstellungen aus Hinterhofschrott
zusammengeschweissten Selbstmördergeschossen, widmet sich Dwayne Vance
in seinem Buch "Masters Of Chicken Scratch" dem Thema "Hot Rod
Artists". Also nicht den Fahrzeugen und ihren Erbauern, sondern den Künstlern
aus diesem Umfeld.
Als
besonderes Extra beinhaltet das Buch eine CD, auf der Dwayne Vance in
über anderthalb Stunden zeigt, wie es geht: "From Sketch To Rendering."
Dass Dwayne wohl was vom Zeichnen versteht, zeigen die folgenden Filme.