Dodge will Europa auf dem Genfer Autosalon in drei Wochen auf die Hörner nehmen - im Pakt mit dem Deibel. Der schickt Dodge nämlich einen Dämon. Der neue Dodge Demon soll der Marke in Europa endlich zum Durchbruch verhelfen, und die Chancen für den kleinen, an eine nicht ausgewachsene Viper erinnernden Roadster auf Basis des Chrysler Crossfire stehen nicht schlecht.
Optisch geht es in die Richtung Nissan 350Z/BMW Z3, etwas aufgedonnert durch den typisch kräftigen Dodge-Grill. Im Zweisitz-Innenraum herrscht Ordnung mit Aluminium, unter der Haube sollte der mit Hyundai und Mitsubishi gebaute 2.4-Liter-Motor mit knapp 174 PS keine Probleme mit dem Wägelchen haben. Selten war Dodge damit so stark auf den Euro-Markt ausgerichtet. Dennoch verheisst die Studie nichts Gutes: Die erste Idee des Dodge Demon ging nämlich ziemlich in die Hose.
Eigentlich war das, was da 1971 unter dem Namen „Dodge Demon“, mit niedlichem Teufels-Comic-Logo, genau das richtige für seine Zeit: Basierend auf Plymouths erfolgreichen Cash-Cropper Duster, ersetzte der Demon den Dodge Dart mit sportlichem Auftreten und satten 5,6 Litern V8-Power aus Chryslers drehfreudigem 340ci-Smallblock, genug für das handliche Chassis. Doch in den USA, dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten, kam der Demon eher weniger gut an. Christliche Fundamentalisten gingen gegen den diabolischen Performer auf die Barrikaden, so lange bis Dodge, besorgt um sein Image, einknickte und den Demon 1973 durch den Dart Sport ersetze, der allerdings im längst eingesetzten Aussterben der Muscle Cars keine Akzente mehr setzen konnte. So ist das eben: Der Pakt mit dem Teufel geht meistens nach hinten los - abgesehen vom Rock’n’Roll!