Steigende Spritpreise, stetig wachsende Umweltbelastung durch junge, aufstrebende Nationen wie den USA und China und nicht zuletzt die ewige Jagd nach der maximal möglichen Leistung sind ein guter Nährboden für alternative Antriebskonzepte in unseren Lieblingsspielzeugen. Ganz sicher hat auch der Tesla Roadster ein bisschen den Weg für die folgenden Supersportler geebnet.
Zum einen ist da der Lightning GT, ein britisches 700 PS Monster mit deutlichen Optikanleihen von Jaguar und Aston Martin. Auf der anderen Seite kämpft der amerikanische Palumbo M-80, allerdings kein reiner E-Sportler. Vielmehr wird hier auf einen Elektro-Gas-Hybrid gesetzt, und es werden auch nur "lächerliche" 350 PS angesetzt.
Starten wir mal mit dem Lightning. Die NanoSafe Batterien und der Hi-Pa Drive Elektor Motor sorgen für die wirklich beachtende Power in diesem doch etwas eigen wirkenden Targa. Die 3,9 Sekunden von 0 auf 100 kann man natürlich mit dem einen oder anderen Verbrennungsmotor-Vehikel ausstechen. Das anliegende Drehmoment (leider sind keine Daten vorhanden) sollte einem aber böse in den Rücken treten, wenn das Gaspedal den Boden berührt. Innerhalb von zehn Minuten ist der Wagen für 250 Meilen Reichweite aufgeladen, Wiederaufladung durch Bremsen gehört natürlich auch zum Programm. Die Karosserie ist aus Karbon und Kevlar gefertigt, und damit das auch wirklich kein Sicherheitsrisiko ist, hat die Formel 1 hier Pate gestanden. Im Innenraum wird auch nicht gegeizt, so ziemlich alles, was einem an Luxus in einem Sportwagen sinnvoll erscheint, ist möglich. Nur einen Preis habe ich noch nirgends entdecken können.
Der Palumbo M-80 steckt noch ein Stück tiefer in der Entwicklung, und es gibt leider nur Renderings, die einem wie Fantasywagen aus irgendeinem Playstation Spiel vorkommen. Der Designer hat jedenfalls schonmal einen Blick auf die aktuellen Modelle von Lamborghini und Königsegg geworfen. Auch hier gibt es die regenerative Bremstechnologie, um die Batterien wieder aufzuladen. Dazu kommt eine Auto-Start/Stop Technologie. Wenn der Wagen hält, geht er aus - will man weiter, startet der Motor wieder von allein. Den M-80 gibt es mit CVT (stufenloses Getriebe) oder mit einer normalen Handschaltung, je nach Wunsch.
Beide Wagen sind definitiv eine interessante Sache für jeden Birkenstock-Speedjunkie. Hoffen wir mal, dass sich diese Technologien durchsetzen und langsam aber sicher einen Weg auf die Straßen finden. Zur Not kann man einen 700 PS Elektromotor ja auch in einen 1972er Pontiac LeMans fummeln.