Rusconi (Cartech) aus der Schweiz hat sich jetzt dem aktuellen BMW M5 angenommen. tuningkultur.de hat den “weißen Riesen? exklusiv in Frankreich ausprobiert.
Auffälligstes Merkmal ist die neue Farbe: weiß. Dabei wurde nicht lackiert, sonder geklebt. Rusconi ließ den M5 mit einer neuartigen weißen Folie beziehen. Außerdem änderte man einiges an der Technik. Eine Leistungssteigerung auf 580PS erreichte man mit bearbeiteten Zylinderköpfen, CNC-gefrästen Kanälen, die Verdichtung wurde erhöht sowie spezielle Nockenwellen und Sportmetallkatalysatoren montiert. Die ebenfalls zur Leistung beitragende Sportauspuffanlage scheint vom Sound her nicht von dieser Welt. Selten hat tuningkultur.de etwas dumpferes und lautes mit Straßenzulassung gehört.
So wie diese Daten klingen, fährt sich die Limo auch. Rau bellt das V10-Triebwerk aus den vier Auspuffendrohren und verfällt dann in ein stark basslastiges Grummeln bei zirka 1300 Umdrehungen. Beim Sprint von 0 auf 100 km/h unterbietet der Rusconi-M5 (4,5 s) die Werksangabe um zwei Zehntel Sekunden. Der Fünfliter-Motor nimmt spontan Gas an und dreht willig bis an den roten Bereich bei 8200 Touren. Dank Vmax-Aufhebung rennt die Schweizer Fuhre über 330 km/h. Das Siebengang-SMG-Getriebe unterstützt den Fahrer dabei im Automatik-Betrieb, schaltet schnell und sanft hoch und überspringt dabei sogar einzelne Gänge. Nur spontanes Herunterschalten fällt der Elektronik schwer. Wer das Getriebe manuell bedient, wird schnell nach den bellenden Zwischengasstößen beim Herunterschalten süchtig.
Der Power nicht genug. Zudem installierte man eine kürzere Hinterachsübersetzung (3,91:1), ein Gewindefahrwerk von KW sowie Domanig-Räder in 10×20 und 13×20 Zoll. Innen wurde genauso Hand angelegt. So nimmt man nun auf Recaro-Vollschalensitzen statt auf Ledergestühl Platz. Was fürs Auge sind auch die vielen Carbon-Applikationen. So glänzt der edle Werkstoff an Nieren, Spiegelkappen, Türgriffen, Luftsammler und Luftfilterkasten sowie an der Frontlippe. Mehr Infos auf cartech.ch