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Europeas Finals Review Top Fuel/TMD

 Dragstripper, 18.09.2009 in Partner- und Mitglieder-Blogs, raceblog.de

European Finals Review 2009. Man muss nicht mehr viel sagen, die Ergebnisse, Zeiten, Rekorde sprechen für sich. Eine Wetterkonstellation der besonderen Art hat zugeschlagen und diese Fabelzeiten ermöglicht. Das heißt aber keinesfalls das nur das Wetter an den guten Zeiten Schuld ist, es half den Top vorbereiteten Teams und der perfekten Strecke lediglich die letzten Tausendstel aus ihren Maschinen zu kitzeln. Vier Tage bestes Wetter, Tiefdruck mit viel Sauerstoff in der Luft und trotzdem Sonne die den Track durchwärmte. Updates zum Qualifying findet ihr hier, da habe ich ja schon aus Santa Pod berichtet, nun zum Eingemachten des Renntages.

King of Europe, Top Fuel Champ Andy Carter

"King of Europe", Top Fuel Champ Andy Carter

Top Fuel: Andy Carter brauchte nur einen Quali Run zu machen und stand als alter und neuer Europameister fest. Die Klasse hat insgesamt an Qualität eingebüsst, durch den Weggang von Lex Joon und Urs Erbacher (beide werden wie auch Thomas Nataas im Okt/Nov die beiden letzten NHRA Rennen in Vegas und Pomona bestreiten) sind zwei Hauptkonkurrenten um den Titel nicht mehr dabei. Neergard, einer der erstarkten Verfolger ist schnell geworden, ebenso wie Pouitiainen, beiden fehlte aber in letzter Konsequenz die Konstanz über die Saison hinweg gesehen.

The Stig Neergard

"The Stig" Neergard

Micke Kargered ist nicht zu vergessen, aber auch er konnte Carter nicht entscheidend schlagen. In der Quali sah es wie folgt aus: Carter 4.78 Sek. auf 310 Meilen vor Neergard mit 4.79 Sek. und Jon Webster (4.82 Sek.- er brachte den Mac Donalds Team Dragster, mit dem Smax Smith bereits schon einmal das Main Event gewann und Jon selbst vor Jahren in das Finale vorgefahren ist, auf Touren) und Anita Mekelä 4.86 Sek. Alles in allem hatte aber jeder nur einen schnellen Lauf, wenn überhaupt.
Micke Kargered im Bahco Express

Micke Kargered im Bahco Express

Im Rennen dann gewann Carter in Runde eins gegen die junge Norwegerin Linda Thun Tonset in einem Rune Fjeld Dragster, Jöran Persorker (der auch bei den Pro Mods antrat) siegte glanzlos mit einem abgebrochenen Lauf gegen Anita, die nach dem Burnout abstellen musst. Micke Kargered ergriff gegen “The Stig” (der übrigens der ominöse Testfahrer der Sendung „The fifth Gear” ist, und von dem es im Tesco sogar Torten mit ihm als Marzipanfigur zu kaufen gibt) die Flucht und das war gut so. 4.92 Sek. brachten ihn aus der Schusslinie. Stig erwischte einen Mörder Tyreshake, so dass die fünf Radbolzen seines linken Hinterrades einfach abrissen und er unsanft in die Mauer krachte. Zum Glück ist weder ihm noch dem Dragster sonderlich viel passiert. Martin Grosse Geldermann stand im Topend und meinte nur trocken ” …und da ist dann ein Rad an uns vorbeigerollt, das haben wir dann eingesammelt”.
Jon Webster

Jon Webster

Jon Webster setzte sich mit einer 5.45 Sek. gegen Poutiainen durch. In Runde zwei dann das Deja Vu für Carter. Er verlor nach dem Start jeglichen Vortrieb und sein Gegner Persorker (der im zweiten Neergard Dragster fuhr, jener der von Roosgard beim Main Event in das Feld gesetzt wurde) verlor die Traktion, sah aber das Carter in Trouble war und hielt noch mal drauf, so dass er den “King of Europe” kurz vor der Ziellinie einholte. Mit so einem Lauf verspielte Carter gegen Neergard 2007 seine Chancen auf den Titel, den dann Urs mit in die Schweiz nahm. Im zweiten Semifinale dann Webster gegen Kargered, Jon setzte sich durch und stand somit im Finale gegen Jöran Persorker.
Top Fuel Finale Webster/Persorker

Top Fuel Finale Webster/Persorker

Das Finale war dann auch eine lahme Sache. Traktionsverlust auf beiden Seiten und ein “in das Ziel gepedale”. Webster gewinnt schlussendlich sein erstes TF Rennen, Carter ist Meister vor Poutiainen und Neergard, vierter wird Kargered. Die Fueler müssen auf jeden Fall 2010 was draufpacken, so wie die Methanol Dragster und Pro Mods 2009 und speziell bei den Finals aufgegeigt haben wird es ihnen schwer fallen die „Kings of Dragracing” (in Europa) zu bleiben.

Europameister TMD 2009 Timo Habermann

Europameister TMD 2009 Timo Habermann


Top Methanol Dragster. Die Todgeweihten grüßen euch. Man kann den Kräften die vor 4 Jahren für den verbleib der Klasse in der FIA EM gekämpft haben nicht genug danken. 2009 war euer Jahr. Gleich drei deutsche Fahrer kämpften um den Titel. Nachdem PSR zu Beginn der Saison feststellte, mit dem Dragster nicht mehr ganz up to Date mit der Performance zu sein, verabschiedete man sich aus dem Titelrennen und baute den Dragster gravierend um. Ein komplett neues Backhalf wurde konstruiert und eingeschweißt.
Team PSR im Line up

Team PSR im Line up

Das gipfelte in einem guten Comeback mit neuer PB in Mantorp (Finnland hatte man ausgelassen) und dem Sieg in Hockenheim. Timo Habermann, der etwas ältere der beiden schnellsten Brüder im Motorsport, hat sich bis zu den Finals durch eine super Saison einen komfortablen Vorsprung erfahren und stand nach dem Qualifying schon als Europameister fest. Wir Deutschen sind etwas als Super Gas Nation “verschrien”, mittlerweile mutieren wir zu TMD Nation.
Dennis Habermann

Dennis Habermann

Nach einem packenden Qualifying sah es wie folgt aus: Dennis Habermann war nicht im Feld zu finden, ebenfalls Esko Reisvuo nicht. Es war nicht der schnellste Bump Spot der Saison, den gab es in Hockenheim mit 5.52 Sek. aber dafür waren Sage und Schreibe die ersten 5 in den 5.3ern. Timo 5.33 Sek. vor Wilson mit 5.35 Sek. vor Krister J aus S mit 5.36 Sek. Pat Schöfer mit 5.37 Sek. und Fred Hansen mit 5.38 Sek..

Dave Wilson

Dave Wilson

Ist das mal ne Ansage, aber Hallo. In den Eliminations dann Timo ganz klar in Runde zwei gegen Turner. Fabelzeit, 5.31 Sek. Da wiederholte Werner Habermann, der Vater das Tänzchen um den Tree. Er meinte das das Chassis einfach der Hammer ist, lief in den Staaten schon 5.2er Zeiten, zusammen mit dem Whipple gepowerten Motor eine Macht. Pat Schöfer mit etwas Glück in Runde zwei vorgestoßen. Die 5.43 von Hansen schlägt unter normalen Umständen die 5.55 von Pat, doch wer an der Ampel fast eineinhalb Zehntel liegen lässt müsste dann schon noch schneller fahren um das wieder aufzuholen.
Pat Schöfer

Pat Schöfer

Dave Wilson hatte es mit dem Alternate Reisvuo zu tun, Flynn konnte nicht antreten. Rotlicht für den Finnen, der war aber nach durchschraubten Nächten mit einer neuen PB und der ersten Rennteilnahme in dieser Saison heil froh. Krister Johansson setzte sich mit einer 5.35 Sek. knapp gegen Udtian durch, knapp deswegen weil er an der Ampel etwas gepennt hat.
Timo Habermann

Timo Habermann

In Runde zwei dann das innerdeutsche Duell. Hanau gegen Freising, oder Langenselbold gegen Moosburg /Aich. Timo gegen Pat, oder Jung gegen Reif. Timo brannte erneut eine 5.38 auf die Bahn, hatte mit der .107 auch die Drittbeste RT in den TMD Eliminations. Pat aber hatte die Beste, ein .017er Licht und eine solide 5.420 Sek. brachten ihm die Finalteilnahme. Das Duell der Kompressorfraktion ist somit ausgetragen, im anderen Halbfinale dann die A Fuel Variante. Johansson gegen Wilson. Krister mit einer 5.39 Sek. gegen eine 5.50 klar im Finale. Blower gegen A Fuel. Die A Fueler werden immer konstanter und flotter. Pat Schöfer wurde an diesem WE immer schneller.
Werner und Heide Habermann, stolze Eltern

Werner und Heide Habermann, stolze Eltern

Zur Krönung seiner Leistung legte er eine neue PB von 5.360 Sek. auf die Bahn und da konnte Krister mit der 5.366 Sek. und einem etwas schwächeren Licht nicht mithalten. Pat Schöfer holt den Zweiten Sieg in dieser Saison, und das noch am Stück, da hätte das Team und die Fans nach dem Main Event keinen Schluck Clubcola drauf gewettet. Timo ist neue Europameister, vor Wilson, Johansson und Schöfer. 2010 werden wir sehen wie sich das ganze weiter entwickelt.
Team Habermann at work

Team Habermann at work

Markus Münch (Text und Bild)
Top Fuel: Andy Carter brauchte nur einen Quali Run zu machen und stand als alter und neuer Europameister fest. Die Klasse hat insgesamt an Qualität eingebüsst, durch den Weggang von Lex Joon und Urs Erbacher (beide werden wie auch Thomas Nataas im Okt/Nov die beiden letzten NHRA Rennen in Vegas und Pomona bestreiten) sind zwei Hauptkonkurrenten um den Titel nicht mehr dabei. Neergard, einer der erstarkten Verfolger ist schnell geworden, ebenso wie Pouitiainen, beiden fehlte aber in letzter Konsequenz die Konstanz über die Saison hinweg gesehen. Micke Kargered ist nicht zu vergessen, aber auch er konnte Carter nicht entscheidend schlagen. In der Quali sah es wie folgt aus: Carter 4.78 Sek. auf 310 Meilen vor Neergard mit 4.79 Sek. und Jon Webster (4.82 Sek.- er brachte den Mac Donalds Team Dragster, mit dem Smax Smith bereits schon einmal das Main Event gewann und Jon selbst vor Jahren in das Finale vorgefahren ist, auf Touren) und Anita Mekelä 4.86 Sek. Alles in allem hatte aber jeder nur einen schnellen Lauf, wenn überhaupt. Im Rennen dann gewann Carter in Runde eins gegen die junge Norwegerin Linda Thun Tonset in einem Rune Fjeld Dragster, Jöran Persorker (der auch bei den Pro Mods antrat) siegte glanzlos mit einem abgebrochenen Lauf gegen Anita, die nach dem Burnout abstellen musst. Micke Kargered ergriff gegen “The Stig” (der übrigens der ominöse Testfahrer der Sendung „The fifth Gear” ist, und von dem es im Tesco sogar Torten mit ihm als Marzipanfigur zu kaufen gibt) die Flucht und das war gut so. 4.92 Sek. brachten ihn aus der Schusslinie. Stig erwischte einen Mörder Tyreshake, so dass die fünf Radbolzen seines linken Hinterrades einfach abrissen und er unsanft in die Mauer krachte. Zum Glück ist weder ihm noch dem Dragster sonderlich viel passiert. Martin Grosse Geldermann stand im Topend und meinte nur trocken ” …und da ist dann ein Rad an uns vorbeigerollt, das haben wir dann eingesammelt”. Jon Webster setzte sich mit einer 5.45 Sek. gegen Poutiainen durch. In Runde zwei dann das Deja Vu für Carter. Er verlor nach dem Start jeglichen Vortrieb und sein Gegner Persorker (der im zweiten Neergard Dragster fuhr, jener der von Roosgard beim Main Event in das Feld gesetzt wurde) verlor die Traktion, sah aber das Carter in Trouble war und hielt noch mal drauf, so dass er den “King of Europe” kurz vor der Ziellinie einholte. Mit so einem Lauf verspielte Carter gegen Neergard 2007 seine Chancen auf den Titel, den dann Urs mit in die Schweiz nahm. Im zweiten Semifinale dann Webster gegen Kargered, Jon setzte sich durch und stand somit im Finale gegen Jöran Persorker. Das Finale war dann auch eine lahme Sache. Traktionsverlust auf beiden Seiten und ein “in das Ziel gepedale”. Webster gewinnt schlussendlich sein erstes TF Rennen, Carter ist Meister vor Poutiainen und Neergard, vierter wird Kargered. Die Fueler müssen auf jeden Fall 2010 was draufpacken, so wie die Methanol Dragster und Pro Mods 2009 und speziell bei den Finals aufgegeigt haben wird es ihnen schwer fallen die „Kings of Dragracing” (in Europa) zu bleiben.

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