
Nachdem ich nun etwas Zeit verstreichen lies, kommt endlich Teil1 des Tests.
Tata! Die Installation.
Da Windows Vista RC1 als erstes installiert wurde, wird dieses Betriebssystem auch als erstes beschrieben. Das ganze beginnt wie üblich mit dem Einlegen der 2,5 GByte großen DVD. Das Medium wird direkt gestartet und nach einer Zeit kommt eine grafische Oberfläche.
Nun ja … der Hintergrund kommt nach einer Zeit … Bis das erste Fenster kommt, muss ich schon 9 Minuten warten. Ob es an meiner “exotischen” Hardware liegt, die eigentlich doch ziemlich normal ist ? Wie auch immer, kommt nun endlich eine Abfrage und ich kann relativ einfach durch 5-6 Fragen durchsteppen und dabei auch die Partition für Windows anlegen, da Vista ja nicht die komplette Platte benutzen soll.
Nach dem Formatieren installiert sich das System ziemlich eigenständig und man hat 20-25 Minuten Pause. Nun kommt ein kontrollierter Reboot und das erste Hochlaufen des Systems von der eingebauten Festplatte. Wider erwarten kommt ein Blue Screen of Death beim ersten Start und der PC Muss nochmals booten.
Der zweite Versuch klappt und die Maschine fährt hoch. Glücklicherweise konnte ich nun endlich Treiber installieren die ich schon vor dem Testaufbau auf eine USB Platte hinterlegt habe. Hierbei geht es hauptsächlich um die NForce und GeForce Treiber. Die Installation der Treiber ist klassisch wie bei WinXP/Win2000 üblich und machten daher keine Probleme. Mehr Probleme hatte ich dabei überhaupt der Netzwerkkarte eine IP-Adresse zuzuweisen, denn dies ist nun extrem versteckt und jeder intuitive Versuch die Netzwerkkonfiguration zu ändern ging wenn schon in Richtung Firewall oder File-Sharing. Nach geschlagenen 10 Minuten fand ich aber dann doch die Einstellungsmöglichkeiten der Netzwerkkarte und das erste Systemupdate für Vista konnte laufen.
Danach ein Reboot und schon lief das System mit ordentlicher Auflösung für meinen Monitor und auch Webbrowsing klappte. Die Installation dauerte alles zusammen grob 70 Minuten. Einzig die nervigen Fragen über den USB Scanner konnte ich nicht abstellen. Canon bietet keine Treiber an, Microsoft hat nichts eigenes im Petto und Vista jammert jedes Mal über ein unbekanntes Gerät. Schade.
Die Ubuntu Installation habe ich dann im Anschluss durchgeführt. Erste Überraschung: Die 650 MB große CD bootet innerhalb von 3 Minuten auf einen abgespeckten KDE-Desktop. Dort kann man sofort die Netzwerkkarte konfigurieren und dann mit der Installation loslegen.
Interessant dabei: Der Webbrowser Konqueror ist jetzt schon nutzbar! Also fröhlich das INSTALL Icon geklickt und losgelegt. Sehr weit komme ich aber leider nicht, denn spätestens bei der Festplattenpartitionierung hängt die Installation.
Ich breche also das Installationsprogramm ab und starte den Partitionierer über das KDE-Startmenü um zu schauen was los ist. Mit dem mitgelieferten Tools sieht es eigentlich alles harmlos aus, sodass ich einfach meine gewünschte Partition anlege und das Partitionsprogramm wieder beende. Da dies so einfach klappte, habe ich einfach testweise das Installationsprogramm noch einmal gestartet. Nun lief die Installation direkt durch.
Ähnlich wie bei Vista gibt es hier auch nur ein paar Fragen zur gewünschten Installation und der Rest läuft von alleine. Was mir aber persönlich am besten gefiel: Obwohl die Installation lief, konnte ich in Ruhe im Web browsen und so die Installationszeit herumbekommen. Bei Vista konnte ich nur einem Installationsbalken zuschauen.
Erstaunt war ich von der sehr schnellen Installation. Nach ca. 15 Minuten war der PC bereit neu zu starten und Ubuntu fährt sauber mit einem Bootmanager für die Wahl zwischen diversen Linux-Kernels und Windows Vista hoch. Nach dem Booten gebe ich auch Ubuntu die Chance aktuelle Software aus dem Netz zu laden. Die Konfiguration der Netzwerkarte war ja schon ganz am Anfang der Installation passiert, sodass das System jetzt schon ziemlich sauber läuft.
Aufgrund der Probleme mit Vista und dem USB Scanner probierte ich doch gleich mal die Onboard-Mittel von Ubuntu in Sachen Scanning. Siehe da, Ubuntu kommt direkt mit dem USB Scanner klar und ließt ein komplettes DIN-A4 Blatt recht zügig ein. Wunderbar das sowas direkt klappt. Nebenbei: Die Linux-Installation war innerhalb von 30 Minuten fertig und das trotz der ersten hakeligen Problemen mit der Partitionierung.
Zu der Hardwareunterstützung von Ubuntu vs. Vista bald mehr.
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