Wir sind in Soyons. Frau Kock und ich. Frau Kock ist AUTO BILD MOTORSPORT-Abonnentin und hat eine Reise zur Rallye Monte Carlo gewonnen. Ich bin autobild.de-Schlussredakteurin und durfte mit, weil die Kolleginnen aus der Print-Redaktion nicht konnten, worüber ich mich nicht beklage. Denn gern verließ ich das Kontor, um dem landläufigen Berufsbild des Journalisten als rasenden Reporter einmal so richtig zu entsprechen. Vor allem, wenn in diesem Fall die Reporterin tatsächlich durch die Gegend rast, nämlich mit einem neuen Subaru Tribeca.
  Aber zurück zu Frau Kock. Die ist gerade im Bad. Vielleicht packt sie dort ihren Kulturbeutel aus, was etwas länger dauern könnte. Denn sie ist mit schwerem Gepäck unterwegs. Allein ein Kilogramm Haargel, so sagte sie mir am Hamburger Flughafen, befinden sich in ihrem Koffer. Ein Kilo für vier Tage, verteilt auf drei Sorten!
Jetzt hat Frau Kock ganz kurzes Haar. Und ich ganz langes. Und muss zugeben, dass ich immer glaubte, ein Kurzhaarschnitt macht wenig Arbeit. Weit gefehlt! Unsere geschätzte Leserin braucht drei verschiedene Sorten Haargel, um sicher zu sein, dass ihre Frisur vorne, hinten und auch seitlich so aussieht, wie es der Trägerin gefällt.
Für den Pony benötigt sie Spray-Gel, denn der soll locker in die asymetrisch geschnittene Form fallen. Für die Haare am Hinterkopf verwendet sie Extrem-Gel aus der Tube, weil die steif nach oben abstehen müssen. Was die Seitenlage anbetrifft: Die hat “ganz platt” anzuliegen. Das kriegt man, wie Frau Kock versicherte, ganz gut mit normalem Dosen-Gel hin. Diese Kombination also sorgt für den perfekten Halt.
Ich hoffe, dass wir morgen beim Shakedown in Vernoux en Vivarais zu keinem Zeitpunkt Helme oder Mützen aufsetzen müssen. Denn es erscheint mir fraglich, dass ihre Frisur auch dann noch sitzt.
Siehe auch: Zum Kolbenfresser hätte ich gerne eine Limo!
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