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Alpenrallye: Es gibt immer einen Weg - irgendwo…

 Alex Cohrs, 30.05.2008 in Partner- und Mitglieder-Blogs, automesse-live.de

Liebe Freunde des motorisierten Individualverkehrs,

start.jpg350 Meter nach dem Start habe ich zum ersten Mal versagt. Wegpunkt Nummer 5 war es, und der liegt exakt 150 Meter hinter Wegpunkt Nummer 4. Man kann es auch anders ausdrücken: Wir waren kaum vom Hof, da gab es schon das erste Problem. Roland Halfpap (64), der Fahrer unseres Puch 650 T, schaute mich fragend an, und als guter Beifahrer hätte ich ihm jetzt sagen müssen, ob es laut Roadbook links, rechts oder geradeaus weiter geht. Einziger Haken: Ich hatte keinen blassen Schimmer.

erklaerung.jpgDer erste Prüfungstag der Kitzbühel Alpenrallye nach der technischen Abnahme gestern hat für uns beiden Rallye-Laien also etwas holperig begonnen. Dabei hatten wir so einen tollen und geduldigen Helfer: Achim Gerstenmayer (47), Techniker der Ford-Flotte bei der Alpenrallye und hier ganz rechts im Bild, hat uns vorher in die Grundlagen des Roadbook-Lesens eingewiesen. Seine wichtigste Regel: “Ihr müsst jeden passierten Wegpunkt abhaken, sonst verliert Ihr schnell den Überblick.” Klingt simpel, ist aber wirklich wichtig.

Eine weitere nette Bekanntschaft haben wir im Parc Fermé mit Simon Stefani und seiner Beifahrerin Nicola Mager gemacht. Die beiden fahren einen Triumph TR6 im Auftrag der Lebenshilfe Gießen. Diese kümmert sich um Behinderte und hat die charmante Oldtimerspendenaktion ins Leben gerufen: Wer etwas für die Bedürftigen gibt, nimmt an einer Verlosung teil - und kann unter anderem den Triumph gewinnen.

fahrt.jpgAber zurück zu Wegpunkt Nummer 5. Wir haben das Problem gelöst, in dem wir rechts ran gefahren sind und auf ein furchterregendes Bollern von hinten gewartet haben. Wir wussten nämlich, dass da Hans-Joachim Stuck im orangefarbenen Porsche 914/6 GT kommen musste. Und richtig: Der Altmeister kam, sah und fuhr links herum, was sich auch als korrekt herausstellte (dafür hat er sich später zweimal vertan, hihi). Danach hatten wir freie Fahrt - und der Puch rannte und rannte und rannte (siehe links).

stempel.jpgAm Ende haben wir laut unseren Stoppuhren sowohl auf dem 19,84 Kilometer langen Prolog als auch auf der 42,21 Kilometer langen Gesamtstrecke nur sieben Sekunden Abweichung zur Sollzeit herausgefahren und wollen gedanklich schon einen Profivertrag für Oldtimerrallyes unterschrieben. Bis wir zurück ins AUTO BILD-Zelt kommen und Rallye-Legende Jochen Berger (war unter anderem Beifahrer von Walter Röhrl) begegnen. Sein Kommentar: “Also, ich fahre eigentlich eher auf hunderstel Sekunden genau”. Äh, ja, keine weiteren Fragen. Bis morgen jedenfalls - da steht die 330 Kilometer lange Salzkammergutrunde an.


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