Hier geht es um die von mir so geschätzten Fastbacks, äh, Fließhecks.
VW Passat 32b 2.0/2.2 GT
Das Thema hatte ich schon mal, wo es um die Frage ging, ob man sein erstes Auto noch einmal kaufen sollte. Ich hatte mal einen 5-Zylinder mit sportlicher GT-Ausstattung im Auge, unbedingt aber als Fließheck. Und das war das Problem: Es gab einfach keinen. Später wurde mir durch Zufall mal einer angeboten, bekam nach Bekunden des Interesses aber keine Rückmeldung mehr. Vielleicht gut so, denn Türböden und Schweller waren durchgerostet. Was am GT so reizvoll ist, ist neben seiner Seltenheit natürlich der Motor. Der von Audi adaptierte 5-Zylinder hält ewig, klingt gut, ist relativ sparsam und schiebt die Fuhre ordentlich an. In meinem Ausbildungsbetrieb gab es mal ein Carat-Stufenheck mit 115 PS-Zweiliter und fetter Ausstattung als Gebrauchtwagen. Leider schon ziemlich rostig, und ein Stufenheck wollte ich nicht. Ich bin den Wagen aber Probe gefahren. Mein lieber Scholli, ich hatte Tags zuvor einen Golf VR6 aus der Inspektion an einen Kunden ausgeliefert, der Passat ging subjektiv trotz 60 PS weniger ungefähr genauso gut.Heute würde ich mir vermutlich keinen mehr anschaffen, es gibt einfach fast keine mehr, geschweige denn Auswahl. Beim KBA sind noch 300 5-Zylinder-Fließheck gemeldet, davon magere 20 als 136 PS-Topversion. Wer einen hat, gibt ihn wohl nicht mehr her. Sollte mir tatsächlich mal durch Zufall einer dieser 320 raren Stücke in ordentlichem Zustand für unter 2000 Euro über den Weg laufen, dann könnte ich noch mal weiche Knie bekommen. Aktiv suchen werde ich aber nicht mehr. Kein Kat und H-Kennzeichen in weiter Ferne, Versicherung eher hoch, unklare Ersatzteillage in den nächsten Jahren ? die Vernunft siegt.
Opel Monza 3.0i, 1.Serie
Eigentlich ist Opel nicht so mein Fall. Die alten bis Ende der 70er finde ich aber ganz gut, besonders die Zwillingspaare Rekord C/Commodore A und Admiral/Diplomat B. Seit den 80ern jedoch finde ich Opel nur noch öde. Monza/Senator A ab 1977 sind somit Grenzgänger meines Geschmacks, und als potentielles Alltagsauto hatte ich mir den in meinem Geburtsjahr 1977 vorgestellten Monza ausgewählt.
Ich stand immer auf die chromig-plüschige 1.Serie, deren grüne Innenausstattungen so aussahen, als hätte jemand im Innenraum Rasen gesät. Die meisten wollen lieber den auf Sport getrimmten GSE der 2. Serie haben, mir ist der aber zu ?86er-Manta-like?. Der angepeilte Wagen hätte aber wie der GSE auf jeden Fall den 3-Liter-Einspritzer mit 180 PS haben müssen, obwohl der in den ersten Jahren nicht besonders standfest war. Aber er hatte klar die besten Fahrleistungen bei niedrigerem Verbrauch als die 2.8er und 3-Liter-Vergaser.
Auch den entsprechenden Senator dieser Zeit hatte ich mal in meine Überlegungen mit einbezogen, aber die schnittigere Optik bei gleichzeitig größerem Nutzwert dank Heckklappe bringt den Monza klar nach vorn. Leider ist er sehr rostanfällig, besonders die schwierig zu instand setzenden Federbeindome sind berüchtigt. Werden Monza angeboten, was gar nicht mehr so häufig ist, kann man sie in der Regel in zwei Kategorien einordnen. Die Katergorie I ist günstig, aber gammelig und hat es eigentlich hinter sich. Die Kategorie II ist schön und gepflegt, aber zu teuer. Exemplare im Zustand 2, wenn sie denn auftauchen, sind manchmal mehr als doppelt so teuer wie in einschlägigen Preislisten aufgeführt. Zudem ist auch hier die Ersatzteillage für die nächsten Jahre mehr als fraglich. Nein, mit dem Monza bin ich durch.
Siehe auch: Treffen, zeigen, cruisen.|Gute Nachrichten ... eine Liebe geht weiter! |