Es sieht nicht gut aus für den heimischen Autohandel, so Ferdinand Dudenhöffer. Grundsätzlich muss man einer öffentlichen Bemerkung des FH-Professors nicht so ganz viel Gewicht geben. Es braucht für solche Feststellung kein Center of Automotive Research, vielmehr würde ein Gang zu einer Wurstbude reichen. Oder, ganz investigativ, man befragt mal einen Autoverkäufer. Allerdings sollte man sich dafür Zeit lassen, denn dieses Klagelied hat viele Strophen.
Jeder kennt den Preis einer Ware, keiner aber den Wert. Gelegentlich bekomme ich Mails, in denen User sich konkret nach Porsche Neuwagen mit mehr als 15 Prozent Rabatt erkundigen. Sorry, aber mir fehlen dann einfach die Worte. Dick im Porsche durch die Stadt cruisen wollen, dabei aber wie ein Häuselbauer geizen. Geht gar nicht.
Dann gibt es noch Zeitgenossen, die den Händler eine Probefahr abschwatzen und sich Stunden über ein neues Fahrzeug informieren lassen wollen. Gekauft wird dann aber beim EU-Reimporthändler.
Es ist die Gier, die den Menschen immer wieder auf die Nase fallen lässt. Anders kann man nicht erklären, dass manche einem Briefkastenhändler eine Anzahlung von 10.000 Euro leisten und tatsächlich glauben, sie kommen so viele Wochen später zu einer billigen Mercedes E-Klasse aus dem Ausland. Meist ist der Händler dann nicht mehr zu sehen, die Anzahlung übrigens auch.
Wenn es zu einer Pleitewelle kommt, hat diese mehrere Ursachen. Selbsternannte Schnäppchenjäger spielen dabei aber eine Hauptrolle.
Siehe auch: ''Wir sind Porsche!''|Wolga-Cayenne: Stalins Rache|Top Gear: Burn, mother******, burn! (How to kill a Porsche 911)|Porsche 930: V8 Engine Swap|Trabicustomizer: Spielkinder Galore|Einstiegsdrogen: Porsche Cayman Sportec vs. Dodge Caliber|24h-Rennen (Nürburgring, Nordschleife): Paul pennt. |