Die besten Ideen kommen spontan. Lada. Na, klingelt es? “Warum nicht?”, argumentierte ich am Wochenende im Freundeskreis. Wer die Frage “ Porsche Cayenne oder Mercedes ML?” mit einem knappen “Niva” beantwortet, ist für mich ganz weit vorne. Wie ich zu dieser These komme? Nun, schlechter als mein neuer Mini Cooper kann kein Lada sein.
Mein Wissen über den Lada Niva ist endenwollend. Vor fünf Jahren verursachte ich damit einen Totalschaden. Die Schuld lag an mir, deshalb drehe ich immer hochrot meinen Kopf weg, wann immer ich einen Niva sehe. Ist mir heute noch peinlich, werde deshalb diese Geschichte hier nicht weiter ausführen. Vielmehr bin ich dankbar, dass ich damals kein russisches Krankenhaus besuchen musste und das Niva-Blech mich schützte.
Dann war da nochmal ein Erlebnis: Ich fuhr mit einem Niva am Hamburger Baumwall, entlang der Landungsbrücken. Plötzlich platzte ein Wasserschlauch und die Touris glaubten schon an eine Wiederauferstehung der Dampfschifffahrt auf der Elbe. War aber nur der Russe im Zebra-Look.
Und weil ich eben so wenig Ahnung vom Niva habe, orderte ich heute im Internet Prospekte. Hier wird man nach seinem Beruf gefragt, offensichtlich ist diese Info für Lada sehr wichtig. Soll ja nicht in die falschen Hände gelangen, dieses schmucke Fahrzeug. Wahrheitsgemäß tippte ich an dieser Stelle “Kombinatsführer” in das Formular, man will ja zur Zielgruppe gehören.
Genug gelabert, ab zu den Fakten. Es beginnt bei 11.275 Euro, wobei man über dieses Preis bestimmt bei einem Glas Vodka sprechen kann. Klingt schon mal fair.
Die sogenannte Chromoptik für 590 Euro würde ich nicht ordern, ist nämlich nur peinlich. Wir wollen ja nicht unangenehm auffallen oder gar protzen, oder? Der Gewehrhalter für 280 Euro klingt hingegen verlockend, gleichwohl ich keine Langwaffe besitze. Aber vielleicht kommt das noch, einen Halter im Auto hätte ich dann bereits. Den Make-up-Spiegel für 15 Euro? Never, meine Olga hat ja sowieso so ein spiegeliges Klappdings im Gucci-Beutel.
280 Euro kostet die große Wildwanne. Damit kann man tote Wildschweine transportieren, ohne den Innenraum zu versauen. Für Jäger bestimmt nicht schlecht, bei mir erkenne ich jetzt nicht die ganz große Notwendigkeit.
Was man im Internet nicht sehen kann, ist der unbeschreibbare Gestank im Lada-Innenraum. Die Weichmacher der Kunststoffwüste stinken vermutlich noch nach vielen Jahren. Mein Tipp: Gehen Sie mal mit Ihrer Liebsten in einen Pferdestall und legen Sie die Schuhe danach unter den Fahrersitz.
Für 2700 Euro bietet Lada eine Autogasanlage. Dafür wäre ich zu feige, ich denke an dieser Stelle an den geplatzten Kühlwasserschlauch und will mir diesen Sachverhalt mit Gas nicht vorstellen.
Wer jetzt noch einen Gedanken an den Wertverlust verschwendet, möge kurz den Rechner anwerfen. Und feststellen, dass selbst ein Totalschaden mit dem Niva finanziell nicht so brutal ist, wie der Wertverlust des Mini Cooper nach 36 Monaten.
Den Peugeot-Diesel mit 69 PS gibt es übrigens nicht mehr unter der Niva-Haube. Peugeot liefert übrigens auch Vierzylinder an Mini. Und ja, danke der Nachfrage, mein Mini ist seit Freitag nicht mehr in der Werkstatt.
Siehe auch: "Minibusa": Mini mit Hayabusa-Herz|chromjuwelen: @BrandNewWelt ... "wollte" oder "sollte"? Ein paar brutale Mini...|chromjuwelen: "One badass little car". The best and loveliest MINI homage I've ever seen..|chromjuwelen: Rob Dyrdeks as odd Ken Block "Mini Me". http://bit.ly/w2pmh|Dominic Wilcox: In Rust We Trust|Smart auf Speed (Hayabusa)|Kleinschrott: Urban Collectables |
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by: Russe (Registriert) on 14-08-2007 12:09