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Dicke Dinger für schmales Geld

 Nikolaus Eickmann, 14.11.2007 in Partner- und Mitglieder-Blogs, autobildblog.de

mercedesml.jpgDeutschlands Lokomotivführer streiken, Franz Müntefering gibt seine Ämter ab und Uli Hoeneß beschimpft die Fans des FC Bayern. Es sieht nicht gut aus in unserem Land, wobei… am Horizont gibt es Hoffnung. Auf einen echten Winter, in manchen Ecken gibt es nämlich bereits Schnee. An dieser Stelle muss in diesem Blog die Frage erlaubt sein, welcher Gebrauchtwagen denn im Winter seinem Fahrer die meiste Freude bereiten kann. Die Koordinaten lauten also: Allrad, wenig Geld, viel Spaß. Im Fadenkreuz sehe ich ganz klar BMW X5, Mercedes M-Klasse und Range Rover.

@ BMW X5: Zwischen 16.000 und 20.000 finden sich interessante Angebote der ersten Serie, also noch vor dem ersten Facelift. Leider nur die wirklich fetten Benziner mit guter Leistung und schlechter Automatik. Wirklich haltbar ist sie nicht, damit sind allerdings die nennenswerten BMW-Schwachstellen bereits aufgezählt. Der 3.0d ist in akzeptablem Zustand nicht unter 20.000 Euro zu bekommen. Einen Testbericht BMW X5 gibt es hier, echte Schnäppchen gibt es nirgends. Also nix mit dem X.

@ Mercedes M-Klasse: Der erste M kam noch aus den USA und war eine echte Grotte, unser erster Testbericht vom gebrauchten Mercedes M taugte als Warnung. Rost, abfallende Verkleidungen sind unschön. Die Preisliste beginnt bei etwa 10.00 Euro für einen ML 230. Zu all den Qualitätsmängeln kommt dann also noch ein müder Motor mit 150 PS. Den besten Antrieb hat wohl der 270 CDI. Wer eine Tanke hat oder vielleicht Scheich ist, kann sich auch für den ML 55 AMG erwärmen. Der Verbrauch von mehr als 20 Liter im echten Leben ist etwas störend, 347 PS im SUV allerdings ein wohliger Wahnsinn im Alltag. Schon gesehen ab 20.000 Euro. Was eigentlich viel Geld ist, deshalb kann man den AMG nicht ernsthaft auf die Agenda setzen.

@ Range Rover: Ich mag ja schlechte Autos aus England, ärger mich ja selbst täglich über meinen Mini Cooper. Der RR startet daher mit einem Sympathievorsprung ins Rennen. Weiteres Plus: Er sieht seit Jahrhunderten ziemlich unverändert aus. Nicht wirklich schön, dafür aber originell. Ein RR war schon immer eine kantige Hütte, verlor stets Öl und nervte mit seinem Antriebsstrang. Wer einem RR in einen Platz in seiner Garage gibt, bekommt bestimmt kein problemfreies Fahrzeug. Dies aber zum Aldi-Tarif, denn ab 6000 Euro gibt es einen zehn Jahre alten Range. Vor allem der 4.6. HSE hat es mir angetan. Natürlich eine Umweltsau, keine Frage. 345 Euro Steuer sind ok, ein Diesel wäre wesentlich teurer. Und der Verbrauch beschleunigt dramatisch die Geldumlaufgeschwindigkeit in Deutschland.

Meine Wahl wäre der Range Rover. Wer zögert: Hier gibt es einen Steuerrechner. Warum ich keinen Range Rover habe? Nun, es gibt ja auch noch keinen Schnee in Hamburg. Könnte mir allerdings einen RR gut vorstellen. Muss mal die Garage vermessen…


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