Letztes Wochenende in Mödling, einem Dorf im Wiener Süden: Peter Lang und Roman Wildeis sitzen beim x-ten Bier im monarchistischen Mautwirtshaus und diskutieren über Ulan Bator. Es war bereits später und der Durst nicht mehr so stark ausgeprägt. Die letzte Parlamentswahl soll relativ undemokratisch ausgefallen sein, so hört man. Präsident Nambarin Enchbajar hat den Ausnahmezustand verhängt, was die Herren Lang und Wildeis etwas verunsichert. Sie starten nämlich am 19. Juli mit einem 25 Jahre alten Suzuki SJ bei der Monogol Rally 2008, einer 13.000-Kilometer-Tour von London nach Ulan Bator.
Der Wagen wurde kostenbewußt in Ungarn aufgebaut und soll die Strecke ohne Probleme überstehen, so Peter Lang berufsoptimistisch. Sein Team nennt sich Austria-Mongolexpress und wird regelmäßig im autobild-blog über die Lage berichten. Auf einem Testgelände in Kollnbrunn bei Wien wurden schon einmal schwierige Offroad-Manöver geübt. Die Rallye selbst ist weit weg von modernen Veranstaltungen, wie wir sie gewohnt sind. Ein Liter Hubraum ist die Obergrenze für die Einsatzgeräte, es gibt keine Fahrerlager oder Backup-Mannschaften. Denke, die Herren Lang und Wildeis werden sich nach der Rallye mehrere Tage im Nassraum aufhalten.