Endlich konnte ich das rote Kennzeichen von meiner S-Klasse abnehmen, denn ich schaffte tatsächlich die Zulassungshürde im Hamburger LBV. Mein persönlicher Rekord, ich benötigte bis zum Blech in der Hand keine 20 Minuten. Wie das geht? Kommen Sie kurz vor Ladenschluss, kurz vor 18 Uhr. Man begründet durch dieses Verhalten zwar keine Freundschaften zu den Behörden-Mitarbeitern, denn eigentlich schätzt man hier den pünktlichen Feierabend.
Sehr freundlich die Nachfrage: “Sie wissen aber schon, was an Steuer zu bezahlen ist?”. Mir war die Sache klar. Knapp 4,2 Liter Hubraum, Euro 1… Was solls? Geht ja an den Staat, der baut bestimmt neue Schulen für die schlaue Elite der Bundesrepublik. Also ein guter Invest.
Heute ging es erstmals per S-Klasse in Richtung Verlagshaus. Schlechte Tage beginnen anders. Vielleicht wäre der Tag aber noch besser geworden, hätte der V8 nicht so unrunden Lauf gezeigt. Nur im Kaltlauf. Werde mich am Wochenende mit der Fehlersuche beschäftigen. Wie der Sandmann mit Werkzeug hantieren, mir die Finger an scharfen Kanten schneiden. Ich wollte es ja nicht anders.
Auch ist mein Perfektionsdrang ist wesentlich geringer ausgeprägt, seit ich in einem 110 Jahre alten Haus wohne. Kondenswasser unter der Verteilerkappe? Korrodierter Kabelbaum der Motorsteuerung? Oder einfach nur eine Laune der Technik? Mal sehen.
Ausgesprochen ruhig ist es übrigens im Innenraum. Liegt auch daran, dass der Verkäufer den Radio-Code verbummelt hat. Kann man bei einem Becker-Radio allerdings irgendwo auftreiben. Ich sehe schon, dieser Wagen gibt noch viele Geschichten für unser Blog ab…