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Alpenrallye: Wir fliegen mit der roten Donnerkiste

 amay, 06.06.2009 in Partner- und Mitglieder-Blogs, autobildblog.de

img_5423-1.jpgLiebe Opel-Leute, Ihr müsst jetzt mal ganz stark sein. An dieser Stelle muss ich es einfach tun. Einen Spruch aus der Manta-Zeit rezitieren: „Opel fahn is wie wennze fliechst.“ Der Kleber prangte an den Heckscheiben der aufgemotzten Kadett und Ascona, klar, und an den Mantas und GTs. Mensch, waren das Zeiten. Unser Opel, den wir bei der Kitzbüheler Alpenrallye bewegen dürfen, der gehört auch in die Kategorie „Das ist wie Fliegen.“ Glauben Sie nicht? Stimmt aber. Der Rallye-Commodore von 1972, der soviel Lärm macht wie drei Porsche zusammen, durfte heute mal zeigen, was er kann. Oder anders: Mit uns gingen die Gäule durch.

Dabei beginnt alles gaaanz langsam, fast schon gespenstisch genial. Opel-Klassik-Sprecher Wolfgang Scholz hat nämlich einen genialen Plan: „Wir halten uns einfach an den Skoda vor uns, der liegt gut im Rennen.“ Im Octavia TS von 1961 sitzen nämlich zwei, die es können: Dr. Hans Hamer, Verlagsgeschäftsführer von AUTO BILD, und Rallye-Profi Peter Göbel. Bei der ersten Zeitprüfung starten wir exakt 30 Sekunden hinter dem Skoda, müssen 9,26 Kilometer lang 48,1 km/h fahren. Schaffen wir nie! Die beiden im Skoda aber. Also greifen wir zu Trick 17, merken uns einen Punkt, den der schwarze Octavia gerade passiert hat. „In 30 Sekunden müssen wir da hinten an dem Pfosten sein”, sage ich. Bingo, das klappt. So geht’s immer weiter. Durchs Ziel fahren wir nach exakt 11 Minuten und 33 Sekunden. So wie vorgegeben. Ist das Schummeln? Nö, oder?.

img_5379-2.jpgGanz egal, kurze Zeit später wird unser genialer Plan ohnehin über den Haufen geworfen. Wir fahren durch Wörgl, und der Tourismusverband hat wirklich groß aufgefahren: Absperrungen trennen uns von PS-begeisterten Touris, zwei Schönheiten im Dirndl reichen uns Wasser – und weiter geht’s durch ein kleines Verkehrschaos. Warum das so wichtig ist? Weil unsere beiden Helden im Skoda schon lange über alle Berge sind, auf dem Weg zur letzten Zeitprüfung, die auch gleich für uns beginnen würde, in vier Minuten. Wir sind acht Kilometer entfernt, haben vier rote Ampeln und gefühlte 20 Autos vor uns.

img_5501-3.jpgJetzt kommt die große Zeit für unsere rote Donnerkiste. Wolfgang Scholz prügelt den 157-PS-Rallyewagen über kleine Bergstraßen, wir stellen fest, dass sich Walter Röhrls Ex-Dienstwagen wirklich mit 80 km/h durch Serpentinen lenken lässt, ohne uns mit dem Heck Hallo zu sagen. „Ich kann die Gäule kaum noch zähmen“, ruft Opel-Mann Scholz und lacht. Am Ende haben wir wirklich gut lachen. Vier Minuten, die wir dank der charmanten Dirndl-Damen und der roten Ampeln verloren haben, holen wir auf, fast. Wir kommen nur fünf Sekunden zu spät ins Ziel, aber auch nur, weil uns kurz davor ein Goggomobil ausbremst. Aber das ist eine andere Geschichte.


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Siehe auch: Chevrolet HHR: Noch zu rodden?|autobild.de startet Tuning-Voting: "Zeig, was Du hast!"|Run What Ya Brung: Viertelmeile TUNING WORLD BODENSEE|chromjuwelen: Oups! Das hätte schief gehen können ... #hotrod #crash http://ff.im/-6PF5z|chromjuwelen: Sick! RT @autobildonline RT @GermanCarScene: BMW M5 Touge Drift, Philippines...|40 Jahre Ford Capri|Chromjuwelen und autobild.de Video-Podcast
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