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Fahrbericht Dacia Dokker

Noch nicht erstelltDacia Dokker
Jedes Mal, wenn wir einen Dacia fahren, stimmt uns das nachdenklich. Es sind schon fast philosophische Fragen, die uns dann umtreiben, es geht um Besitz, Status, wer bin ich, was will ich, was erwarte ich vom Leben - was brauche ich denn nun wirklich? Denn so ein Dacia erfüllt den Hauptgrund der individuellen Mobilität, den Transport von Menschen sowie Waren von A nach B, ganz prächtig. Aber halt eben viel, und wir müssen das betonen: vielviel günstiger als andere Automobile.

Der Erfolg von Dacia ist schon fast beängstigend. Was Renault mit seiner Billig-Marke in den vergangenen acht Jahren aus dem Boden gestampft hat, muss als grandios bezeichnet werden - und müsste allen, die teilweise deutlich mehr Geld für ein nicht wesentlich besseres Automobil ausgeben, heftigst zu denken geben. Wird es aber nicht, zu sehr ist und bleibt das Automobil halt ein Statussysmbol, ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Trotzdem, Dacia scheint sich in der Nische derer, denen Ringe und Sterne und Nieren a. A. vorbeigehen, ganz gut existieren zu können. Wir wissen zwar nicht, wie und vor allem ob die Rechnung (für Renault) aufgeht, aber sollte sie es tun, dann müssen sich die Margen bei allen anderen Auto-Herstellern in absolut sündhaften Höhen befinden. Einverstanden, wahrscheinlich sind die Standort- und Lohnkosten auf einem sehr tiefen Niveau, und Dacia kann sich die Entwicklungskosten weitgehend sparen, weil sich die rumänische Marke aus den Regalen von Renault bedienen darf. Doch was ist bei einem Seat oder Skoda anders?

Begonnen hatte alles mit dem Logan, und dieser wird nun Ende Jahr auslaufen; nein, ein Sammlerstück wird er deswegen trotzdem nicht werden. Dieser Wagen basierte auf einer alten Clio-Plattform, doch daran ist nichts verwerflich, über die Jahre haben die Rumänen/Franzosen sich da ein gutes Fundament geschaffen, beim Lodgy, diesem Dackel auf Rädern, ging man schon so weit, dies alte Teil als eigene Entwicklung zu bezeichnen.Dacia Dokker

Traumautos sehen anders aus.

Dacia Dokker

Aber darum geht es ja auch nicht immer.

Und jetzt, beim Nachfolger des Logan, genannt Dokker, geht Dacia noch einen Schritt weiter, sagt, das neue Gerät basiere auf dem Lodgy. Dem sagt man dann Geschichtskittung.

Dokker also. Er sieht zwar aus wie ein Kangoo, ist aber eben keiner, der Unterbau ist anders. Doch so brutal wie der Dokker hat noch nie ein Dacia-Modell auf einen Renault - der in Zukunft ja dann auch noch ein Mercedes sein wird - gezielt, und das ist ja dann doch eher überraschend. Uns kommt jetzt eigentlich kein einziger Grund in den Sinn, der noch für den Kangoo sprechen würde (und noch weniger gute Gründe wird es dann für den Mercedes Citan geben). Denn der Dokker hat nicht bloss alles, was so ein Kangoo oder Citan oder VW Caddy oder das Trio von Peugeot/Citroën/Fiat hat, es kann einige Dinge sogar besser. Weil Dacia unglaublich pragmatisch an die Konstruktion herangeht, praktisch muss das Ding sein, funktionell, flexibel, und da sehen wir dann Lösungen, die müssen den deutlich teureren Konkurrenten die Blässe ins Gesicht treiben.Dacia Dokker

Traumautos sehen anders aus.

Dacia Dokker

Aber darum geht es ja auch nicht immer.

Dacia Dokker
Dacia Dokker
Dacia Dokker
Nein, schön ist er nicht, der Dokker. Aber das verlangt in diesem Segment auch niemand, die riesigen Schiebetüren verhindern jede Design-Anstrengung, ein Kastenwagen ist ein Kastenwagen, und das ist so ja dann auch richtig. Selbstverständlich kann man nun den Schiebetüren-Mechanismus eleganter verstecken, doch Dacia lässt lieber verlauten, man habe diese Türen 100'000 Mal geöffnet und geschlossen, weil man sicher sein wollte, dass das Zeug auch funktioniert; mit über 70 Zentimeter Öffnung bieten sie einen Bestwert im Segment. Die geteilte Hecktür lässt sich auf beide Seiten auf bis zu 180 Grad öffnen, das braucht man selten, doch wenn man es dann einmal braucht, dann ist man froh darum; bei 90 Grad gibt es einen Feststell-Mechanismus, die Türen fallen also nicht zu, wenn sie nicht zufallen sollen.

800 Liter Kofferraum-Volumen. Und wenn man alles wegklappt, was tatsächlich mit einer Hand geht, dann sind es: 3000 Liter! Die Ladelänge beträgt 1,57 Meter, die Breite zwischen den Radkästen 1,17 Meter, die Ladekante liegt auf nur 57 Zentimeter Höhe. Mit 4,36 Meter Länge ist der Dokker ziemlich kompakt, mit 1,81 Meter Höhe ein Kopfraum-Riese. So richtig schön sieht das alles nicht aus, überall kann man dem Auto auch noch so ein bisschen in die Eingeweide schauen, doch, eben, das ist egal: praktisch muss es sein. Und die Verarbeitung machte einen guten ersten Eindruck. Und der verbaute Plastik ist hart wie Stein und verfügt über den Charme eines Laternenpfahls.

Motorisierungen gibt es vorerst einmal eine, den bekannten 1,6-Liter-Benziner mit 83 PS. Dieses Aggregat lässt sich wohl auch mit Bananenmilch betreiben, mit Benzin soll der Verbrauch bei 7,5 Liter liegen (CO2-Emission: 175 g/km). Später kommt dann noch der 1,5-Liter-Diesel mit 90 PS dazu, wir durften ihn schon einmal fahren - und fanden keinen Grund zur Klage. Zwar versieht er seinen Dienst gut vernehmlich, doch er hat genug Durchzugskraft (maximales Drehmoment 200 Nm bei 1750/min) - und will sich mit 4,5 Litern zufrieden geben (CO2-Emission: 115 g/km). Es wird sich wahrscheinlich lohnen, auf diesen Selbstzünder zu warten.
Dacia Dokker Van.

Traumautos sehen anders aus.

Und warten ist sowieso angesagt: der Dokker kommt erst im Dezember in die Schweiz.

Und deshalb ist auch der Preis noch nicht bekannt. Aber der Schweizer Importeur geht davon aus, dass die Preisskala bei - und jetzt halten Sie sich fest - 10'900 Franken beginnen wird. Und das mit 4 Airbags, ESP, Tempomat, drei Jahren Garantie. Da wird man schon etwas nachdenklich.

Den Dokker wird es auch noch als Dokker Van geben, also als Lieferwagen. Dann beträgt das maximale Ladevolumen sogar 3900 Liter. Auch der Van kommt leider erst im Dezember, und auch vom Van ist der genaue Preis noch nicht bekannt.

Mehr von Renault und Dacia gibt es im Archiv.


Original: radical


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