Von Kai PetermannDem einen oder anderen ist der ''Fünfender'' von Kle sicherlich ein Begriff. Für alle anderen hier eine kurze technische Einführung in diesen Wagen. Basis ist ein 1978er Passat 32. Dieses Modell gab es nie ab Werk mit einem 5-Zylinder Motor. Kein Wunder, es ist auch kein Kindergeburtstag, den Motor dort einzupassen. Nach unserem aktuellen Stand ist das der einzige fahrfähige Passat 32 mit dieser Motorisierung.
Der Wagen steht nun offiziell zum Verkauf. Somit bietet sich hier die Chance, in den Besitz eines der legendären Fusseltuning-Fahrzeuge zu bekommen. Weil die Jungs sich scheinbar immer nur schwer von ihren Kisten trennen können, also kein alltägliches Angebot.
Gerade haben wir gelernt, dass man sich sein Traumauto auch ohne Probleme einfach selber bauen kann. Siehe Ken Imhoff, der sich einen Lamborghini Countach in seinem Keller nachgebaut hat. Aber was macht man, wenn man nicht ganz bei Null anfangen will? Richtig. Man nimmt sich ein Basisfahrzeug.
Von Ralf Becker Gleich drei Fahrzeuge mit eigenwilligen Motor-Implantationen gilt es heute zu bewundern: Datsun 240Z mit Jaguar V12, Lotus Europa mit Mazda ''Rotary'' (Wankelmotor) und Ford Hot Rod mit Maserati V8. Wobei - der Hot Rod zählt eigentlich nur halb. Genau genommen. Schliesslich hat fast jeder Hot Rod nicht mehr seine Originalmotorisieruneg. Aber der Reihe nach.
Von Ralf Becker Vor ein paar Artikeln haben wir über Ken Imhoff berichtet, der sich einen Lamborghini Countach LP 5000 S gebaut hat. Teil für Teil, in seinem Keller. Die Geschichte, die von den Kollegen bei Jalopnik ausgegraben wurde, rennt wie ein Lauffeuer. ''Not in
my wildest dreams did I think it would get around the world
like it has'' antwortete Ken, als ich ihn fragte, ob wir seine Bilder präsentieren dürfen.
Nicht nur wir, sondern ausnahmslos jeder scheint zu tiefst beeindruckt zu sein - von dem, was Ken da in knapp 10 Jahren geschaffen hat. ''Replica Car'' hin oder her. Und immer noch selbst überrascht ob des großen Interesses an seiner ''Kellergeschichte'' meldete sich Ken gerade zurück. Und beschert uns mit einem Schwung neuer Bilder.
Von Ralf Becker ''Replica Cars'' sind eigentlich eine zwielichtige Angelegenheit. Ich weiss nie, was ich davon halten soll. Schliesslich baut man sich seine Lady auch nicht so lange um, bis sie aussieht wie Dita von Teese oder Gisele Bündchen. Ebenso wenig kauft man sich seine Rolex auf einem Wochenmarkt auf Mallorca.
Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Und Ken Imhoff ist die Person gewordene Ausnahme. Denn Ken Imhoff hat sich kurzerhand einen Lamborghini Countach gebaut. Komplett, in seinem Keller. Und zwar Teil für Teil.
Von Kai PetermannAaron hat schon als Teenager gern an Autos gebastelt. Er bastelt aber nicht einfach an jedem Auto rum, das ihm in die Hände kommt. Aaron bastelt einfach nur an seinem 1970er Chevy Nova. Der Wagen hatte schon eine Menge Motoren, zuletzt einen 454er Big Block. Mit dieser Maschine fuhr er die Viertelmeile in 10,3 Sekunden. Bis nach fünf Jahren Dauereinsatz ein Ventil aufgab.
Nachdem er die Idee eines neuen, noch böseren Big Blocks verworfen hatte, konzentrierte sich Aaron auf zwei seiner Lieblingsthemen. Turbos und Small Blocks der LS Serie. Er entschied sich für die bewährte 5.3 Liter Maschine aus einem Chevy-Truck.
Helge Thomsen predigt es mir schon länger: ''Unsere Zukunft ist auf dem Wasser. Oder in der Luft. Aber nicht auf der Straße''. Dass der Chef-Motoraver es ernst meint, bewies er unlängst damit, dass er sich kurzerhand ein Motorboot kaufte. Welches er auch meistens fährt, wenn er es nicht gerade auf einer Sandbank parkt. Siehe Bild.
Der passionierte Alsterkapitän aus der Hafenstraße, der bislang die Gewässer nur mit seinem Waterworld-Jetski terrorisierte, ist nicht alleine. Denn die schwedischen 3D-Spezialisten um Bo Zolland von Vizualtech scheinen einer ganz ähnlichen Vision zu folgen. Und überraschen mit sensationellen Renderings.
Als mir mein Cardomain.com-Blogger-Kollege Mike Musto aka ''Mr. Angry'' im Februar erste Skizzen von seinem geplanten Über-Pro-Tourer schickte, hatte ich mächtig damit zu kämpfen, dass ich nicht vor Neid platze. Denn sein ''Bullrun''-Charger war schon respekteinflößend - aber ein ''Pro-Tourer'' - alte Hülle, modernste High-Performance-Technik - im Gewand eines Dodge Charger Daytona? W-o-w.
Ich weiss - nicht jeder kann den eigenwilligen ''Winged Mopars'' (Dodge Charger Daytona, Plymouth Superbird ) etwas abgewinnen. Aber meine persönlichen ''Top-10-aller-jemals-gebauten-Autos'' führen sie schon lange an. Und zwar unangefochten. Und mit weitem Abstand.
Eingefleischte ''Alfisti'' werden sich ob dieses Engine-Swaps vor Schreck den Espresso Macchiato in den Schoß kippen. Denn was kann man einem reinrassigen Italion Stallion - in diesem Falle einem 1975 Alfa Romeo GTV - Schlimmeres antun, als ihm das virile Vierzylinderherz rauszureissen, um es dann durch ein artfremdes - und vor allen Dingen amerikanisches - zu ersetzen? Von den kreativen Karosseriearbeiten ganz zu schweigen. Man beachte bitte den Frontspoiler. Ein Kanadier steht da souverän über den Dingen. Vielleicht, weil er sich weit weg von Europa in Sicherheit wähnt.
Bislang ging der iPhone-Amok zum Glück an mir vorbei. Ich befinde mich zwar immer wieder in Gesellschaft von Apple-Jüngern, die mich partout mit ihrer Geek-Funke missionieren wollen - aber so ganz will der Funke noch nicht überspringen. Auch arbeite ich auf Apple-Maschinen ab der ersten Stunde, aber ich schätze nun mal Mobiltelefone mit Tasten. Wie sie beispielsweise mein CrackBerry hat. Der kann sogar ''Copy & Paste'', im Gegensatz zum hippen Apple-Telefon. Von der schwachen Akkuleistung des Apple-Telefons an dieser Stelle mal ganz abgesehen. Aber darum geht es auch garnicht.
Jeder hat so seine eigene Auffassung von einer perfekt eingerichteten Werkstatt. Der eine liebt das kreative Chaos und der nächste hat die Werkzeuge fein säuberlich durchnummeriert. Die Schraubenschlüssel und -dreher, die Hämmer, Abzieher, Nüsse und sonstigen Werkzeuge haben aber fast überall einen festen Aufbewahrungsort. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, aber es gibt eine weitere Alternative zu den Werkzeugwagen aus dem Baumarkt, von Stahlwille und all den anderen Markenherstellern.
Kobalt Tools (USA) hat diesen Cadillac der Werkzeugwagen auf den Markt gerollt und eröffnet damit ganz sicher das Wettrüsten. Mit integriertem Pioneer Soundsystem, iPod-Anschluß, LED Beleuchtung, Kühlschrank und eigener Powerstation sind dem Luxus im Ölsumpf erstmal keine Einschränkungen mehr gesetzt. Natürlich taugt auch die Materialqualität etwas und die Schwerlastrollen sind immerhin bis 4.000 Pfund ausgelegt.
Ja, ich weiss. Ich nerve. Mit Artikeln über Engine Swaps und abstrusen Frankenstein-Autos. Aber seit dem Poncho-Selbstversuch lässt mich diese Manie nicht mehr los. Kurzum: Hier wäre eine gute Stelle, um am besten gleich wieder auszusteigen - sollte man des Themas überdrüssig sein. Ansonsten einfach Zähne zusammen und durch.
Kürzlich hatten wir hier schon einen Porsche 930 mit V8-Umbau. Und in die selbe Kerbe schlägt auch Clemon Prevost. Dabei geht der Kopf hinter ''Toy-Jet'' noch einen Schritt weiter. Denn laut seiner Website wurde das Alu-Aggregat, das sonst in einer Corvette seine Arbeit verrichtet, nicht nur in einen Porsche 911 implantiert, sondern auch in einen Porsche 914. Übrigens: Beide Fahrzeuge - so wird gesagt - wurden bereits im Jahr 2000 umgebaut.
Sternenkreuzer sind todlangweilig? US-Fullsize Schlachtschiffe hat jeder? Die französiche Elite ist zu schwammig und Italiener sind zu klein? Dann kommt nur noch der englische Adel in Frage. Und dass sogar ein Rolls-Royce eine gute Basis abgeben kann, haben spätestens die Kollegen vom ''Practical Performance Car Magazine'' und Mike Skinner (The Streets) hinlänglich bewiesen.
Anbei - für alle, die noch nicht ganz überzeugt sind - eine weiteres Beispiel: Man nehme einen Rolls-Royce Silver Shadow, implantiere einen 592 Hemi und garniere ihn mit einem Dual-Stage Nitrous System. Raus kommt eine Leistung von ca. 1040hp - was mit Sicherheit ausreichend ist, um beim nächsten Ampelstart stilsicher zu zeigen, wo vorne ist.
Ich glaube, unter diesen Bedingungen könnte sogar ich mich mit einem Roadster anfreunden: Mazda Miata MX-5 mit 5,3 Liter Jaguar V12 Engine Swap. Nicht, dass es schon alleine eine erwachsene Idee ist, einen V-Motor in ein solches Barbie-Mobil zu quetschen - nein, der Kollege hat sich auch noch ein Double-''Sixpack'' draufgeschnallt. Und wir erinnern uns - wir sprechen hier von einem V12. Wow. Respekt. Und Miatas mit V8-Umbauten gibt es ja auch wie Sand am Meer. V8 kann jeder ...
Puh. Wir sind anscheinend nicht alleine. Mit unserem Hau, Dinge in Autos zu bauen, die da eigentlich nicht rein gehören. Um dann anschliessend den Umbau solange neurotisch über den eigenen Kanal zu drehen, bis ihn keiner mehr sehen kann. Verstärkung bekommen wir gerade von Bidgo.de. Denn die Kollegen bauen gerade an einem 1971 BMW 2000, den sie ''Blue Thunder'' nennen. Passende Räder sind schon montiert (... ha - die AEZ Nemesis kommen mir irgendwie bekannt vor). Als nächstes steht ein Engine Swap auf 4.0l V8 ins Haus. Ziellinie: 300 PS. In der ersten Ausbauphase, versteht sich.
Irgendwie habe ich das komische Gefühl, dass die BMW-Oldie-Szene nicht begeistert sein wird ...
Aber anscheinend war wohl bislang nichts dabei, was Dich so richtig inspiriert hat. Deswegen lege ich nochmal nach. Inklusive einem Update des ''Zonen Zombies''. Vielleicht schaffe ich es ja jetzt, dass Du nicht nur Deinen Plymouth Satellite immer wieder auseinander- und zusammenbaust, sondern Dich auch mal um Deinen kleinen Freund aus dem Osten kümmerst!
Sicher, bei dem Thema ''Hot Rod'' fallen einem eigentlich immer sofort die frühen Ford-Blechkisten ein. Geht mir ja auch so. Dass es aber auch anders geht, und zwar so ganz anders, haben gerade ein paar Studenten der ''Shizuoka Professional College Of Automobile Technology'' bewiesen. Denn der automobile Nachwuchs hat sich diesmal keine amerikanische Vorkriegsluftpumpe vergeknöpft, sondern einen ''Mazda Carol''. Ähhh ... Mazda was?
Zugegeben, der 1964 Citroën DS ''ID 19 '' (s. ''Zur Hölle mit der Originalität: Citroën DS Hot Rod''), der Ende 2006 auf der Sema für Furore gesorgt hat (s. ''Citroën ID 19 auf der Sema in Las Vegas''), begeistert mich noch immer. Was für ein grandioses Projekt. Cross-Continental Hot Rodding! Jetzt hat ''Borb Jr'', nachdem es lange Zeit recht ruhig um den ''Frog Rod'' war, auf seinem Blog einen Link zu ''Kreations'' veröffentlicht. Eben der Firma, die den Umbau auf dem Gewissen hat.
Mittlerweile scheint es sich etabliert zu haben, dass man als ''Magazin'' nicht nur seine Besserwissereien publiziert, sondern auch anhand eigener Projekte zeigt, wessen Kind man ist. Das Gute daran ist, dass man als Leser sofort weiss, was einen erwartet: So wird beispielsweise niemand hinter Helge Thomsen (Motoraver) einen grauschläfigen Originaltitäts-Fanatiker vermuten, wenn man seinen Granada kennt; oder von Christophe Schwartz (leblogauto.com) denken, dass er leise auftritt - nachdem man seinen ''Oly Charger'' hören durfte. Auch bei Daniel Strohl aus dem Hause Hemmings weiss man sofort, dass der Mann einen exquisiten Geschmack hat, ansonsten würde er sich keinen 1979 AMC vornehmen.
Seit Tagen nervt Jan "Evocars" Kriebel von morgens bis abends damit, dass er unbedingt einen BMW zwangsbeatmen will. Warum auch immer ...
Herr Kriebel, ich habe eben bei den Kollegen vom "Engine Swap Depot" Dein (Engine-Swap-) Kit gefunden. Direkt aus dem Hause "New Age Hot Rods". BMW-Motor raus, GM "LS1" (5,7 L Vollaluminiummotor; z.B. Corvette C5) rein, Supercharger rauf. Ende aus, Abfahrt.
Nach dem ''TFATF'' Ford Mustang, dem 2JZ-Thunderbird und dem 2JZ-Volvo 244 scheint ein weiterer Kanditat in Arbeit zu sein, dem ein japanischer Antrieb verpasst wird. Diesmal ist das Basisfahrzeug ein "1st Gen (Chevy) Camaro", dem ein "2JZ" (Toyota Supra MK IV) implantiert wird.
Bislang haben die Jungs von EVS Motors Inc. nur ein paar Bilder vom Motorraum rausgerückt. Aber wenn der Wagen auch nur annähernd so unglaublich aufgebaut ist wie der Motorraum, dann kann nur ein echter Headturner dabei rauskommen ...
Wir sind Loser. Wir haben anscheinend mit dem LeSupra nur die "Engine Swap"-Vorschule besucht. Schließlich haben wir ja nur einen Autoantrieb gegen einen anderen Autoantrieb getauscht. Was für ein Kinderspiel. Und dabei waren wir so überzeugt, dass das toll ist. Bis eben ...
Denn jetzt kommt dieser australische Kollege mit einem 1955 Chevy um die Ecke gerollt. Mit einem Rolls Royce Merlin V12 unter der Haube - ähh ... unter dem gesamten Wagen. Denn selbst ein hubraumstarker Big Block wirkt gegen den Flugzeugmotor wie ein Matchbox-Modell.