Kai Petermann,
16.06.2008
in Dragracing,Szene
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Es ist schon erstaunlich, was die Dragsterszene so bewegt. Je ausgefallener umso besser scheint die Devise. Australier zwingen einen Landrover zu zügiger Bewegung, Schweden finden Vierzylinder in einem Volvo ausreichend für die Viertelmeile und Schweizer nehmen sich sogar einen Flügeltürer zur Brust.
Der W198, so die offizielle Bezeichnung des Mercedes 300 SL, stand ab 1954 im Mercedes Verkaufsraum und war mit 29.000 Mark alles andere als erschwinglich für Normalbürger. Das Kürzel SL steht für "Sport Leicht", die 300 für ein Zehntel des Hubraums. Knappe 4 Jahre wurde der 300 SL als Coupé gebaut und wurde dann vom Roadster abgelöst. Es wurden 1.400 Flügeltürer gebaut, 1.100 Stück direkt in die USA exportiert.
Das Team um Stefan Winter hatte zum Glück keine Skrupel, einen solchen Hochpreis-Klassiker für dieViertelmeile zu optimieren, statt jede Schraube zu polieren und einen "Besser als neu Wagen" auf die Straße zu bringen.
Es ist 20.32 Uhr. Paul - wir nennen ihn mal so, vielleicht heißt er auch ganz anders - hat sich eingerollt auf dem Sofa. Das Möbelstück steht auf einem alten Lastwagenanhänger. Und der ist am Brünnchen postiert. Ein Kult-Ort für Zuschauer in der Grünen Hölle - der Altar ist ein Asphalt-Band.
Skandinavier sind für ihre ausufernde automobile Leidenschaft bekannt, und so findet man dort oben im Norden viele motorisierte Seltsamkeiten. Die Idee einen 1953er Buckelvolvo zum Dragster umzubauen, ist ungefähr so schräg wie der zwangsbeatmete Landrover aus Down-Under. Dabei ist der Schwedenstahl aber gleich mal eine ganze Dragstrip-Ewigkeit schneller, mit der halben Zylinderanzahl wohlgemerkt. Aber sortieren wir die Fakten doch mal ein bisschen.
Der Wagen basiert auf einem Volvo PV 444 von 1953 und wird von einem B21 Motor durch die Gegend gezerrt bewegt. Der wird mittels Turboaufladung und dem einen oder anderen mechanischen Eingriff zu etwas mehr Vortrieb geprügelt. Das Ergebnis schüchtert jeden braven Lifestyle-Kombifahrer ein. 952 PS bei 8.300 U/min. und ein maximales Drehmoment von 835 Nm bei 8.000 U/min (mit 2,65 bar Ladedruck) sind eine klare Ansage. Wer braucht schon mehr als 4 Zylinder? Das Kampfgewicht ist mit 785 kg inklusive Fahrer genauso konsequent auf Leistung getrimmt.
''Du sollst nicht rasen. Du sollst niemanden in Gefahr bringen. Du sollst nicht das Gesetz brechen. Du sollst Dich an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Du sollst nicht rechts überholen.'' Und was, wenn doch? WTF!
''Run what you brung and hope you brought enough'' ist das Motto hinter dem Birka Cup. Und was für Supercars z.B. die Gumball ist, scheint der Birka Cup für Geradeausrenner zu sein. Leider spreche ich zuwenig schwedisch, als dass ich alle Regeln verstehen würde. Aber die folgenden Filme sprechen Bände: Einfach ein Stück Autobahn blockieren, das Pro Mod Gummi anheizen, und ab ...
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ganz furchtbar viel schreiben. Aber das ist ja Quatsch. Jonas hat in seinem Blog ja schon längst alles geschrieben, was es bei der Mongol Rally 2007 zu erleben gab. Und weil die Technik sich nicht so einsetzen ließ wie geplant, ist es sowas wie ein nachträglicher Reisebericht geworden.
Auf jeden Fall haben Jonas und sein Vater es bis ins Ziel geschafft. Was nicht so selbstverständlich ist, wie es sich anhört. Die Ausfallquote war verdammt hoch und umso beeindruckender ist es, dass überschaubare DDR-Technik ausgereicht hat, um die Strapazen zu überstehen.
Keine Lust mehr, im Verkehr einfach nur mitzuschwimmen? Zeit für einen Antriebswechsel!
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Als offizieller Sponsor des Teams "Wartburg Tourists" wird Zeit für einen kleinen Zwischenstand. Aufgrund fehlender Internetanbindung gibt es das Ganze leider nur in sehr sporadischer Form. Aber immerhin kam dieses grandiose Foto aus Kasachstan. Jungs: Weitermachen und gewinnen!
Die motoso.de Crew hat wieder Viertelmeile-Luft eingesogen, vergangenen Samstag in Wittstock beim dritten Lauf der Street Eliminator Serie. Und eine angemessene "motoZone motoFoto Galerie" befüllt. Hier geht es lang zu einer kurzen Auswahl zum Appetitholen ...
Bleibt abzuwarten, wie lange es dauern wird, bis ein deutscher TV Sender das Konzept schlecht unbeholfen kopiert und C-Promis DTM-Boliden breit fahren läßt. Vorbildlich - bei dem amerikanischen Konzept - ist das Marken-Engagement von Gillette. Erst kürzlich nahm ich erstaunt zur Kenntniss, dass die Rasiermesser ein Moped bei "OCC" Orange County Choppers beauftragt hatten ... sehr fein!