Eigentlich war es doch ein ganz einfacher Plan. Eben die Frontscheibe wechseln, nochmal das leicht schleifende Vorderrad korrigieren, durchchecken und dann ab zum TÜV. So zumindest unser sonniges Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir aber noch nicht, was sich hinter dem harmlosen Schleifen im vorderen Innenkotflügel verbergen würde ...
Verdammt. Da ist man mal zwei Wochen mit Kind und Kegel auf der Hausfraueninsel, und - zack - schon verpasst man nicht nur die Hamburg Harley Days, sondern auch das Race 61 in Finowfurt. Zum Glück waren aber Christoph Pohlmann und der Motoblog-Chefrocker Sven Wiesner vor Ort. Hier geht es zu den Bildern ...
Eigentlich gehöre ich eher zu den ruhigeren Verkehrsteilnehmern. Ich würde meinen Fahrstil zwar als zügig bezeichnen, glaube aber nicht, dass man mich damit zu den Rasern zählen würde. Und zumindest mein Flensburger Punktekonto und meine Ticketsammlung bestätigen das. Also behaupte ich: Es braucht lange, mich aus der Ruhe zu bringen.
Es gibt allerdings ein paar Dinge, die mich rasend machen. Und zwar auf der Stelle. Notorische Mittelspurfahrer, SUV-Fahrer und Fussball-Fans im Turnierwahn. Auf die Luxuslasterlenker gehe ich an dieser Stelle schon weiter ein und möchte deshalb das Thema hier ruhen lassen. Aber Erstere sind seit jeher mein personifiziertes Feindbild im Straßenverkehr, das unbedingt und mit vollem körperlichen Einsatz - Lichthupe, Drängeln, Schneiden, rechts überholen - zu bekämpfen gilt. Egal, was es kostet. Auch wenn das jedes Mal - und da hilft auch keine sonst wie trickreiche Ablenkung - darin endet, dass der Haussegen mächtig schief hängt und Frau Becker mir am liebsten auf der Stelle die Scheidungspapiere ausstellen würde. Aber ich kann nicht anders. Mittelspurfahrer schaffen es, dass bei mir alle Schotten zugehen, jegliche Vernunft tillt, und ich mich zu einem heiligen Verkehrskreuzug berufen fühle, in dem es nur ein Ziel gibt: Die letzten Heiden ein für allemal auszumerzen. So sie denn nicht zu bekehren sind. Was mir aber eigentlich auch ziemlich egal ist.
Kai Petermann,
24.06.2008
in Fuel+Food,News
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3 Jahre Fuel+Food. Unglaublich! Was vor 3 Jahren als lokale Blödelei angefangen hat, ist mittlerweile gut etabliert. Nicht nur im Geburtsort Darmstadt, sondern auch in einigen anderen Städten in ganz Deutschland. Der Plan war das aber eigentlich gar nicht. Es ging einzig und allein darum, möglichst viele Altauto-Piloten, aus den verschiedensten Schrauber-Lagern, zu einem regelmäßigen Treffpunkt zu bewegen. Um Benzin zu quatschen. Um sich zu wundern, was für geile Karren in der Gegend rumfahren, die man aber nie sieht. Um mal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Genau darum geht es heute übrigens auch noch!
Oldtimer, Youngtimer, Was-auch-immer-timer, Hot Rods, Scooter, Cruiser, Lowrider, Geradeausrenner, Ami-Karren, V12 Piloten, V4 Kämpfer, Mattschwarzlackierer, Chrompolierer, Motorumbauer, Originalrestaurierer, Rostlauben, Zweitakt-Monster, Pflanzenölvernichter, Letzhandfahrzeuge, Motorräder und Raktenwagen! Es gibt keine Regeln, wer kommen darf und wer nicht, es geht um die Leidenschaft!
Ich muß zugeben, als der Krafthand Verlag mit diesem Buch an die virtuelle Tür klopfte, hatte ich nichtmal den Hauch einer Ahnung von der Existenz dieses Mediums. Eine Sammlung von "Historischen Praxisfällen aus 80 Jahren Werkstattalltag" klangen aber kein bißchen uninteressant. Vor 80 Jahren … das waren die 1930er Jahre … das muß ja großartig sein. Da war das reparieren von Autos noch nicht mit Computerkenntnissen verbunden und die Technik längst nicht bis in den letzten Zipfel ausgereift. Als ich das Paperback dann in den Händen hielt und das Vorwort gelesen hatte, war der Funke dann auch endgültig übergesprungen.
Die Texte sind allesamt authentisch und es fällt nicht schwer, die dazugehörigen Szenarien vor Augen zu sehen. Fluchende Mechaniker mit ölverschmierten Händen, auf der ständigen Suche nach den Macken, an den von uns so heißgeliebten Kraftfahrzeugen.
Kai Petermann,
17.06.2008
in Fuel+Food,News
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Zum Glück werden es immer mehr Leute, die mich mit Fotos von den lokalen Fuel+Food versorgen. So soll es ja schließlich auch sein. Während der eine oder andere Ort regungs- und kommentarlos vor sich hin vegetiert, haben insbesondere die Altblechpiloten aus östlicher Richtung ordentlich Fahrt aufgenommen. Vielen Dank an jeden, der Fotos für die Galerie zur Verfügung stellt. Es ist immer wieder erstaunlich, was für großartige Karren man auf Deutschlands Straßen so antreffen kann.
Weitere Fotos sind natürlich ebenso willkommen, wie Bilder von vergangenen Monaten. Also mal eben die Speicherkarte auf den Rechner entleeren und dann her mit noch mehr Schnappschüssen. Jetzt aber zu den Fotos:
Es ist schon erstaunlich, was die Dragsterszene so bewegt. Je ausgefallener umso besser scheint die Devise. Australier zwingen einen Landrover zu zügiger Bewegung, Schweden finden Vierzylinder in einem Volvo ausreichend für die Viertelmeile und Schweizer nehmen sich sogar einen Flügeltürer zur Brust.
Der W198, so die offizielle Bezeichnung des Mercedes 300 SL, stand ab 1954 im Mercedes Verkaufsraum und war mit 29.000 Mark alles andere als erschwinglich für Normalbürger. Das Kürzel SL steht für "Sport Leicht", die 300 für ein Zehntel des Hubraums. Knappe 4 Jahre wurde der 300 SL als Coupé gebaut und wurde dann vom Roadster abgelöst. Es wurden 1.400 Flügeltürer gebaut, 1.100 Stück direkt in die USA exportiert.
Das Team um Stefan Winter hatte zum Glück keine Skrupel, einen solchen Hochpreis-Klassiker für dieViertelmeile zu optimieren, statt jede Schraube zu polieren und einen "Besser als neu Wagen" auf die Straße zu bringen.
Wenn die Begriffe Automobil und DDR in einem Satz fallen, denkt man sofort an das charakteristische Scheppern von 2-Takt-Motoren. Trabant und Wartburg zeichnen sich vor dem geistigen Auge ab, aber auch Fahrzeuge aus den sozialistischen Bruderstaaten, wie Lada, Moskwitsch oder Škoda. Ganz nebenbei verirrte sich in den 80ern auch der eine oder andere Mazda oder Golf in den Besitz von staatstreuen Automobilliebhabern. Von einem echten Sportwagen fehlt aber fast jede Spur in den Erinnerungen. Dabei gab es auch in der DDR eine kleine Sportwagen-Schmiede, die in Italien oder Großbritannien vermutlich sogar große Karriere gemacht hätte. Der Name: Melkus.
Nachdem Heinz Melkus Anfang der 50er Jahre Benzin geleckt und seine Leidenschaft für den Motorsport entdeckt hatte, gründete er 1959 die Heinz Melkus KG. Die Idee eines eigenen Sportwagens ließ ihn nicht mehr los und schließlich wurde 1969 der erste Prototyp der Melkus RS 1000 vorgestellt. Als Basis diente der Wartburg.
Wenn ich mir die ersten Bilder, die gerade von Thomas ''the32hotrod'' Bublitz eingeflogen worden sind, so ansehe, dann kann ich mich nur ärgern. Dass ich nicht an zwei Orten gleichzeitig sein konnte. Außerdem hat Herr ''Pixeleye'' Behlau (s. Film hinter ''weiter '') wieder auf flickr zugeschlagen. Mit seiner Behlaugrafie ...
Endlich - der Pontiac hat eine Klimaanlage! Das wurde aber auch höchste Zeit. Schluss mit der Hitze. Jetzt sorgt eine Klimaanlage dafür, dass die Temperatur stimmt. Achso - die Lufttemperatur vor dem Ansaugtrakt übrigens. Nicht die im Fahrgastraum. Im Fahrzeug selber wird es immer noch brüllend heiss. Aber - Mann oder Maus?
Am 28. Juni gibt es kein lästiges Fußballspiel, welches die Abendplanung bestimmt. Dafür gibt es aber ordentlich was auf den Grill und auf die Ohren. The Lonesome Dragstrippers versetzen Karlsruhe in helle Aufregung und werden dabei von zwei weiteren Bands unterstützt.
Nach fast dreijähriger Erfahrung in Sachen Parkplatzkultur kann man vor Ort sein Altblech in bester Umgebung präsentieren, eine separate Parkfläche für stilvolle Kraftfahrzeuge ist nämlich direkt neben der "Alten Hackerei" reserviert. Außerdem wird vor Ort gegrillt und die Nahrungsversorgung für wenig Geld gesichert, daß ausreichend Getränke vorhanden sind ist ebenfalls sicher. Also hin da!
Kai Petermann,
03.06.2008
in Fuel+Food,News
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Nächste Woche ist schon wieder Fuel+Food, Wahnsinn wie die Zeit rennt. Also schnell den aktuellen Flyer ausdrucken und an die nächsten passenden Karren klemmen. Eigentlich also wie immer. Obwohl es so scheint, als würde sich noch nicht jeder angesprochen fühlen, auf diese Weise Werbung für sein eigenes Fuel+Food zu machen. Aber hey, was soll ich mich beschweren? In den Orten wo die Flyer verteilt werden, ist immer was los. Es liegt ja bei Euch, ob es funktioniert oder nicht.