Der Oktober hat gerade begonnen, der seltsame Sommer wird (vorerst) durch nasskaltes Regenwetter abgelöst, und der eine oder andere denkt wahrscheinlich über einen frühen Wechsel auf's Winterfahrzeug nach. So schnell lassen wir uns aber dann doch nicht vom Wetter beeindrucken. Ich sage an dieser Stelle einen goldenen Oktober voraus. So.
Seit März gibt es übrigens Fuel+Food auch in Kassel. Also eigentlich zumindest. Fotos aus Kassel sind ja nur in sehr übersichtlicher Zahl vorhanden. Und eigentlich weiß niemand, ob dort überhaupt jemand hinfährt. Ich bin ja sehr gespannt, ob sich im Oktober Fotos aus der Mitte Deutschlands in unsere Galerie verirren.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal in aller Höflichkeit bei den Berliner Parkplatzaktivisten entschuldigen. Natürlich war die Headline der letzten Ankündigung eine Provokation in Richtung Hauptstadt. Wir wissen den harten Kern der Berliner sehr wohl zu schätzen und sind immer wieder erfreut über die großartige Fahrzeugauswahl. Schade, dass es immer noch eine Menge Menschen in Berlin gibt, die das noch nicht mitbekommen haben. Vielen Dank dafür, dass Ihr nicht aufgebt!
Insgesamt schien das Wetter im September nicht so wahnsinnig freundlich zu unserer kleinen Veranstaltung zu sein, und so soff nicht nur Garbsen ab. Trotzdem gibt es auch dort Leute, die bereit sind, Wasser von oben zu erdulden und sich mit ein paar netten Gesprächen und Fastfood die Zeit vertreiben.
Gerade habe ich noch über einen tollen Titel für die September-Ankündigung nachgedacht. Der rettende Gedanke kam wirklich kurz vor der Verzweifelung. Eine ähnliche Verzweifelung müssen auch die paar Jungs und Mädels in Berlin langsam spüren, die ständig Fuel+Food Flyer an den Mann bringen und den Parkplatz bevölkern. Natürlich findet Fuel+Food in Berlin jeden Monat statt und es gibt auch regelmäßig tolle Fotos aus der Bundeshauptstadt. Trotzdem ist die Ausbeute für eine Metropole mit so hoher Altwagendichte doch eher mickrig.
Das liegt mit Sicherheit nicht an den Leuten, die die Fahne vor Ort hoch halten. Vielmehr liegt es an der Bequemlichkeit des gemeinen Berliners. Im F+F Myspace Profil tummeln sich so einige Berliner Kontakte, aber die lassen sich dann doch nicht blicken. Woran liegt's? Fahren die Karren doch nicht? Ist ständig autofreier Sonntag in Berlin? Müssen wir einen Shuttle-Service einrichten? Oder ist das Fuel+Food Konzept ohne Freibier, ohne Stripper und ohne Programmheft doch nicht das Wahre für den verwöhnten Hauptstädter? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich mal wieder ein paar "vorsichtige Besucher" dorthin wagen würden.
Der gestrige Sonntag stand wieder ganz im Zeichen der ''Pflege der Parkplatzkultur'', sprich Fuel+Food. Vom GAZ Wolga über Ford Taunus Knudsen Kombi, Mini, 200er Diesel Mercedes, diverse Midsize und Fullsize Amis, Alfa Romeo und Opel war alles dabei. Perfekt restauriert, erbarmungslos runtergeritten, gut erhalten oder brachial umgebaut. Alle nur erdenklichen Zustandsnoten standen friedlich vereint nebeneinander. Ein perfekter Wochenausklang mit Benzingesprächen, Teiletausch und Burgern auf der Motorhaube. Ganz so, wie es sein soll!
Ein Sommerloch kennen wir ebenso wenig wie eine Winterpause und das wankelmütige Wetter ist auch keine ausreichende Abschreckung um die Parkplatzkultur auf Schongang zu schalten. Überall gibt es längst einen harten Kern, der die mit Fastfood dekorierten Benzingespräche zum eigenen Pflichttermin erhoben hat. So soll es ja schließlich auch sein.
Egal ob der eigene Gasfuß aus Beton ist oder nur vorsichtig für Vortrieb sorgt. Egal ob der eigene Bolide Kampfspuren und Narben vorweist oder frisch aus der Lackierkabine gerollt kommt. Egal ob die Pferde britisch, amerikanisch, deutsch, französisch oder sonst wie exotisch sind – Hauptsache sie galoppieren. Es geht schließlich nur um den gemeinsamen Grundgedanken der stilvollen Fortbewegung und nach ein paar Burgern findet sich immer ein Gesprächsthema.
Die ersten ''Fuel+Food''-Fotos sind bereits im Laufe der vergangenen Woche in die Fotogalerie gewandert. Und die wahren Parkplatzkultouristen haben selbstverständlich schon längst die ersten Blicke drauf geworfen. Jetzt aber nochmal - inklusive Bildernachschlag und warmen Worten: Der Rückblick auf die 3. Jubiläumsausgabe Fuel+Food.
In Darmstadt hat alles angefangen, also geht auch der erste Blick dorthin. Der düstere Himmel hat ganz sicher den einen oder anderen zurück gehalten. Trotzdem war uns das Wetter gewohnt gnädig, andere Orte hatten da deutlich weniger Glück. Es waren zwei volle Parkplatzsegmente zusammen gekommen und neben vielen Altbekannten gab es auch wieder neues Altmetall.
3 Jahre Fuel+Food. Unglaublich! Was vor 3 Jahren als lokale Blödelei angefangen hat, ist mittlerweile gut etabliert. Nicht nur im Geburtsort Darmstadt, sondern auch in einigen anderen Städten in ganz Deutschland. Der Plan war das aber eigentlich gar nicht. Es ging einzig und allein darum, möglichst viele Altauto-Piloten, aus den verschiedensten Schrauber-Lagern, zu einem regelmäßigen Treffpunkt zu bewegen. Um Benzin zu quatschen. Um sich zu wundern, was für geile Karren in der Gegend rumfahren, die man aber nie sieht. Um mal über den eigenen Tellerrand zu schauen. Genau darum geht es heute übrigens auch noch!
Oldtimer, Youngtimer, Was-auch-immer-timer, Hot Rods, Scooter, Cruiser, Lowrider, Geradeausrenner, Ami-Karren, V12 Piloten, V4 Kämpfer, Mattschwarzlackierer, Chrompolierer, Motorumbauer, Originalrestaurierer, Rostlauben, Zweitakt-Monster, Pflanzenölvernichter, Letzhandfahrzeuge, Motorräder und Raktenwagen! Es gibt keine Regeln, wer kommen darf und wer nicht, es geht um die Leidenschaft!
Zum Glück werden es immer mehr Leute, die mich mit Fotos von den lokalen Fuel+Food versorgen. So soll es ja schließlich auch sein. Während der eine oder andere Ort regungs- und kommentarlos vor sich hin vegetiert, haben insbesondere die Altblechpiloten aus östlicher Richtung ordentlich Fahrt aufgenommen. Vielen Dank an jeden, der Fotos für die Galerie zur Verfügung stellt. Es ist immer wieder erstaunlich, was für großartige Karren man auf Deutschlands Straßen so antreffen kann.
Weitere Fotos sind natürlich ebenso willkommen, wie Bilder von vergangenen Monaten. Also mal eben die Speicherkarte auf den Rechner entleeren und dann her mit noch mehr Schnappschüssen. Jetzt aber zu den Fotos:
Nächste Woche ist schon wieder Fuel+Food, Wahnsinn wie die Zeit rennt. Also schnell den aktuellen Flyer ausdrucken und an die nächsten passenden Karren klemmen. Eigentlich also wie immer. Obwohl es so scheint, als würde sich noch nicht jeder angesprochen fühlen, auf diese Weise Werbung für sein eigenes Fuel+Food zu machen. Aber hey, was soll ich mich beschweren? In den Orten wo die Flyer verteilt werden, ist immer was los. Es liegt ja bei Euch, ob es funktioniert oder nicht.
Die Liste der Fuel+Food Orte für gepflegte Parkplatzkultur ist - bis auf ein paar Ausnahmen - immer in Bewegung. Aber sowas war bisher noch nie da: Wir haben einen neuen ''alten'' Ort. Ludwigsburg ist wieder dabei! Und ich hoffe, es wird ein erfolgreicherer Versuch, als der letzte. Freuen würde es mich natürlich sehr. Der Burger King ist unverändert beim Breuninger Land zu finden. Ich bin schon auf die Fotos gespannt!
Ulm ist dafür aus dem Rennen. Nach dem ewigen Hin und Her, mit ein paar Autos mehr und dann wieder gar keinen Autos. Jetzt hat jemand Erbarmen gezeigt und einen anderen regelmäßigen Treffpunkt organisiert. Die Altblech-Piloten aus dem Raum Ulm können also am Burger King in Senden Zuflucht finden. Das läuft nicht unter dem Namen Fuel+Food, ist aber mit Sicherheit ein großartiges Treffen. Also hin da!
Die neuen Flyer funktionieren wie gewohnt: Datei runterladen, ausdrucken, ausschneiden und in die Tasche stecken. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit einen Flyer an coole Karren stecken und dann ab auf den Parkplatz!