Von Ralf Becker Aus irgendeinem Grund fällt es mir nicht leicht, dieses Buch
anzumoderieren. Schon seit mindestens drei Wochen schiebe ich den Text
von links nach rechts. Schreibe, lösche, editiere - und kriege es
irgendwie nicht hin. Ich habe
keinen blassen Schimmer, warum. Vielleicht, weil ich zuviel Respekt vor
dem Buch habe. Vielleicht, weil ich im Bereich "Hot Rod Art" und
"Lowbrow" nicht
wirklich sattelfest bin.
Nichtsdestotrotz - ich habe Dwayne mein Wort gegeben. Und er hat mir
schon als Dankeschön zwei sensationelle Prints geschickt. Vielen Dank
an dieser Stelle schon mal, Dwayne! Also. Ran da. Anfangen.
Stimmt. Das "große Fest" lässt nicht mehr lange auf sich warten. Höchste Zeit also, dass wir - passend zur kommenden Jahreszahl - nochmal neun Tipps ins Rennen schicken. Tipps zum Verschenken - oder zum Selberschenken.
Der Smart Fortwo ist zehn Jahre alt. Kaum ein anderes Auto kann in einem Jahrzehnt auf ein so bewegtes Leben voller Stolpersteine, Träume und Operationen zurück blicken.
Von Roland Löwisch Hätte der amerikanische Landes-Vertriebsfürst - der Name spielt keine Rolle - seine Kritik noch etwas derber formuliert, hätte es vermutlich nie einen Smart gegeben. Sein Kommentar, als er erstmals das winzige "Nahverkehrsfahrzeug" (Nafa), eine Idee des Mercedes-Benz-Strategiegremiums, sieht: "Der fällt in New York ja in jedes Schlagloch rein."
Das war vor 19 Jahren. Damals war der apple big, ebenso die Autos, die Zuversicht und der Glaube der Amerikaner an ihr Land. Klein war nur der Benzinpreis.
Von Ralf Becker Vor drei Jahren hatte ich das Vergnügen, Alexandra Lier kennenzulernen. Im Gepäck hatte sie den Dummy für ein ehrgeiziges Projekt. Eine Buchidee, die alleine durch das Lesen für ölverschmierte Finger sorgte, vor Benzin nur so strotzte und nach verbrannten Gummi roch. Ihr ambitioniertes Ziel war kein geringeres, als die Welt des Hot Roddings, des Dragracings, der Lowbrow-, Tattoo- und Kustom Kulture abzubilden. Bebildert mit Archivfotos und gespickt mit dem Material, das sie selber auf ihren Reisen produziert hat.
Beeindruckt war ich damals nicht nur von ihrer detailverliebten Arbeit, sondern auch von der Tatsache, dass sie - quasi als ''German Engineer'' - amerikanische Hot Rodder, Dragracer und Custom Builder porträtierte.
Ihr Buch ''Speedseekers'' ist gerade im Gingko Verlag erschienen. Meiner Meinung nach darf es in keiner gut sortierten Gearhead-Bibliothek fehlen.
Von Ralf Becker Für seinen ungebremsten und unbeirrten Tatendrang liebe ich Dirk Behlau. Auch ansonsten habe ich den Meister der Selbstinszenierung, der aktuell bei Adobe als ''Kreative Person der Woche'' gefeiert wird, tief in mein Herz geschlossen. Schliesslich ist Dirk einer der verlässlichsten Chromjuwelen-Wegbegleiter ab der ersten Stunde, und wir durften schon so einige Abenteuer - Stichwort ''Supergirl-Shooting'', ''Tuning World Bodensee'' - zusammen erleben.
Außerdem - mal Hand aufs Herz. Er hat uns doch alle mehr oder minder mit seiner ''Pixeleye''-Perspektive, also der Fotografie aus der Froschperspektive, infiziert. Sicher - dieser markante Fotowinkel ist nicht neu. Dafür kenne ich aber niemanden, der bei Wind und Wetter so lässig auf dem Bauch liegend fotografiert, wie der ''Kool Lifestyle''-Jäger Dirk Behlau.
Auch wenn ich seine Stilausbrüche nicht immer teile, und wir beide regelmäßig darüber streiten, wie ''laut'' ein Design sein darf, so schätze ich doch seine - mittlerweile internationalen - Publikationen sehr. Und nach seinem ersten großen Wurf mit ''Speed Kings'' holt Dirk gerade erneut aus. Mit einem zweiten Fotoband namens ''Hotrod Empire Inc.''
Hot Rod Pin-Ups 2: Gearhead Girls & Dragstrip Dolls
Von Kai PetermannNach dem grandiosen Erfolg von Hot Rod Pin-Ups, hat David Perry zusammen mit dem Motorbook Verlag den zweiten Teil veröffentlicht. Am Konzept hat sich nichts geändert, dazu gibt es ja auch keinen Grund. Das Weihnachtsfest naht, auch wenn das im Oktober noch keiner so richtig glauben will. Hier ist also schonmal eine großartige Geschenkempfehlung aus der Literatur- und Bildungsabteilung der Chromjuwelen.
Das waren noch Zeiten, als General Motors mit den Autos zu den Interessenten kam und nicht andersherum. Sechs mal startete ein großer GM-Tross zwischen den Jahren 1953 und 1961 zu gigantischen Road-Shows. Im Gepäck - neben Beispielen aus dem aktuellen Portfolio - atemberaubende Show-Cars und Design-Studien, insgesamt mehr als 50 Stück. Der Titel des Spektakels: Motorama. Jetzt haben es die Veranstalter der Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach geschafft, gut ein Drittel dieser Pretiosen aus Privat- und Konzernbesitz auf den Nobel-Golfplatz um das berühmte Loch 18 zu versammeln.
Das Autohaus Fickfrosch in Broilershausen ist in jeglicher Hinsicht ganz weit vorn. Das Traditionsunternehmen wurde vor über 110 Jahren gegründet, und über die gesamte Zeit hinweg waren die Fickfroschs immer um das Wohl ihrer Kunden bemüht. Zu Zeiten eines rasant wachsenden Marktes für Ochsenkarren legte Erwin Fickfrosch den Grundstein für einen international erfolgreich agierenden Familienbetrieb.
Die technische Entwicklung machte auch vor Broilershausen nicht halt, und so wurde aus der ''Ochsenkarrenhandlung Erwin Fickfrosch oHG'' das ''Autohaus Fickfrosch''. Nach einer mäßig erfolgreichen Motorsportkarriere und einer erfolgreichen Ehe wurde das Erbe gesichert, und Bubi Fickfrosch nahm das Steuer in die Hand und führte die Firma sicher in die Zukunft.
Die Zeit des Wirtschaftswunders war die Zeit der "Mobilmachung" der Nationen. Die sogenannten Brot-und-Butter-Autos wimmelten auf der Straße und das Wettrüsten in Sachen Höchstgeschwindigkeit und Motorleistung hatte längst keinen so ausgeprägten Stellenwert, wie heute. Auf 63 Seiten ist der motorisierte Aufschwung in Deutschland bebildert. Natürlich nicht so intensiv, wie man es manchmal gern hätte, dafür aber in einer recht großen Bandbreite. Bei einem Preis von 6,95 Euro läßt sich jedenfalls nicht viel verkehrt machen.
''Cosmic Motors ist die Reise in eine Traumwelt voller futuristischer Fahrzeuge. Die Design-Entstehung von Raumschiffen, Rennwagen, Luxuskarossen und anderen fantastischen Vehikeln wird in Skizzen, Zeichnungen und farbenprächtigen Illustrationen gezeigt. Mit an Bord jeder Szene sind die eleganten Kreaturen dieser fernen Welt.''
Mit diesen Worten wird der Inhalt dieses Buches umrissen. Die Beispielseiten und der dazugehörige Webauftritt lassen einen aber ahnen, dass die Worte doch nicht ganz den ''Wow''-Effekt beschreiben können, der einen beim Betrachten der Bilder erfasst. Daniel Simmons arbeitete in den letzten Jahren unter anderem für Bugatti und Lamborghini. Ganz offensichtlich ist er im Geiste schon längst von den regulären Fahrzeugkonzepten der Gegenwart abgerückt. Das Ergebnis ist auf jeden Fall faszinierend schön.
Es ist Zeit, mal wieder einen Exkurs in die Welt der Custom-Cars zu machen. Ja, ''Custom'' mit ''C''. Und nicht mit ''K'', wie ''Kustom Kulture''. Schliesslich gibt es neben der eingeschworenen Liebhaberschaft, die sich mit Haut und Haaren ihren heiss gemachten Vorkriegsbombern verschrieben hat - und gerne ''Kustom'' schreibt -, auch noch andere, die sich ein ''persönlicheres'' Fahrzeug wünschen.
Einer davon ist William Fisk Harrah. Und der Gründer der Harrah's Hotels und Kasinos hat gleich zwei ''Jerraris'' auf die Welt losgelassen. Bei dem hier gezeigten Modell handelt es sich um die erste Version. Eine überaus mutige Kombination aus einem 1969er Jeep Wagoneer und einem Ferrari 365.
Es gibt Auto-Blogs, wie z.B. den Raceblog. Es gibt ''Auto-Foto-E-Zines'', wie z.B. das Kustomra'mag. Und klar, es gibt Auto-Portale bzw. -Magazine, wie z.B. autobild.de.
Von Zeit zu Zeit gibt es aber auch immer wieder Anwärter, die versuchen, die bestehenden Möglichkeiten solange multimedial aufzubohren, bis eine Internet-Seite aussieht wie eine 1:1 digitalisierte Zeitschrfit. Nur eben multimedialer. Das Ergebnis erinnert mich persönlich meistens an die gute, alte CD-Rom (erinnert sich noch jemand?) anno 1995.
Gerade eben ist iMOTOR als an den Start gegangen. Quasi als ''iMISSIONARY'' für ein neues Auto-Format ...
Dem Kustom- und Kultur-begeisterten Chromjuwelen-Leser dürfte das Foto-Label ''JahPix'' spätestens seit dem letzten Race 61, dem Bottrop-Spekatakel oder der Motoraver-U-Boot-Party ein Begriff sein. Hat doch Michael Schönherr alle drei Events mit seiner feinen Fotografie porträtiert. Jetzt legt Mr. JahPix nach - mit einem eigenen, handlichen DIN A6 Hosentaschen-Magazin. Denn ursprünglich kommt Michael Schönherr aus dem Offsetdruck - und was liegt da näher, als ein eigenes ''Customzine'' zu starten?
Soeben ist die aktuelle ramp erschienen. Nach ''Jetzt nehmen wir die Sache selbst in die Hand'' und ''In der Hitze der Nacht'' widmen sich Michael Köckritz und seine Kollegen in der dritten Ausgabe denjenigen, die hinter dem Steuer sitzen: ''Helden''.
Doch bevor wir auf die aktuelle Ausgabe eingehen, möchten wir den Kollegen erstmal unseren tiefsten Respekt aussprechen. Denn ihr Machwerk räumt einen Preis nach dem anderen ab.
Die Fachwelt und renommierte Juroren nehmen das vierteljährlich
erscheinende Magazin, das immer wieder mit bekannten Autoren und
Fotografen aufwartet, begeistert auf. So wurde bereits die Erstausgabe international ausgezeichnet - und ramp verwies in Deutschland beim
Genreranking der LeadAcademy in der Kategorie ''Auto''
Fachmagazine wie ''auto motor und sport'' oder ''Auto Bild'' auf die
Plätze und darf sich nun ''Bestes Automagazin Deutschlands'' nennen.
Wenn die Begriffe Automobil und DDR in einem Satz fallen, denkt man sofort an das charakteristische Scheppern von 2-Takt-Motoren. Trabant und Wartburg zeichnen sich vor dem geistigen Auge ab, aber auch Fahrzeuge aus den sozialistischen Bruderstaaten, wie Lada, Moskwitsch oder Škoda. Ganz nebenbei verirrte sich in den 80ern auch der eine oder andere Mazda oder Golf in den Besitz von staatstreuen Automobilliebhabern. Von einem echten Sportwagen fehlt aber fast jede Spur in den Erinnerungen. Dabei gab es auch in der DDR eine kleine Sportwagen-Schmiede, die in Italien oder Großbritannien vermutlich sogar große Karriere gemacht hätte. Der Name: Melkus.
Nachdem Heinz Melkus Anfang der 50er Jahre Benzin geleckt und seine Leidenschaft für den Motorsport entdeckt hatte, gründete er 1959 die Heinz Melkus KG. Die Idee eines eigenen Sportwagens ließ ihn nicht mehr los und schließlich wurde 1969 der erste Prototyp der Melkus RS 1000 vorgestellt. Als Basis diente der Wartburg.
Jeremy Clarkson: ''Die Nacht, in der ich David Beckham erschoss''
Wie passend! Als hätte es der Covadonga Verlag geahnt. Genau rechtzeitig, bevor es in Kürze für zwei Wochen in die selbstauferlegte Internet-Abstinenz geht, steckte das neue Buch von Jeremy Clarkson im Briefkasten. Mit dem einprägsamen Titel: ''Die Nacht, in der ich David Beckham erschoss''. Sommer, Sonne und Jeremy Clarkson - was kann da noch schief gehen?
Vor einiger Zeit haben wir hier auf den Kustomrama-Wiki und das dazugehörige ''Kustomra'mag'' verwiesen. Jetzt ist das ''Kustomra'mag #2'' erschienen - wieder mit feiner Fotografie. Hin da!
Dass es bald unter www.americar.de ein neues US Car Portal geben soll, haben die Spatzen haben schon länger von den Dächern gepfiffen. Und Branchen-Insidern dürften auch die Macher Thomas Ebeling (Chefredaktion; V.i.S.d.P.) und Thomas Frankenstein (Redaktion; Ltg.) nicht ganz unbekannt sein. Ansonsten einfach mal eine alte Chrom & Flammen aufschlagen und im Impressum nachsehen. Spätestens dann wird klar, dass sich die beiden mit altem US Eisen auskennen.
Jetzt ist Americar.de live - wir wünschen einen guten Start, werte Kollegen!
Auf den ersten Blick dachte ich, dass sich hinter dem ''Kustomra'mag #1''
ein neues Kustom Kulture Online-Magazin verbergen würde. Ähnlich dem ''Deadend-'' oder ''Soup Up Magazine'', die beide durch sensationelle Fotografie bestechen.
Kai Petermann,
Donnerstag, 07 Februar 2008
in Boxenstopp,Kiosk
Carma Sutra
Dieses literarische Meisterwerk darf in keiner automobilistisch orientierten Bibliothek fehlen: das ''Carma Sutra''. Mit einer ausreichenden Anzahl von Illustrationen, welche auch modellspezifische Besonderheiten hervorheben und der nötigen Portion Humor ist dieses kleine Paperback ganz sicher sein Geld wert. Und wenn es auch ''nur'' für den Junggesellenabschied des besten Freundes ist.
Gut Ding will Weile haben. Nachdem sich die Kollegen von Carsablanca.de (u.a. Michail ''440satellite'' Hengstenberg, Till ''Bats Belfry'' Schauen, Peter ''pkabel'' Kabel) für gut ein Jahr (s. Artikel 01/2007) in ihre heiligen Hallen zurückgezogen haben, und die eigene Kommunikation auf ''Drivven'' (s. Mitglieder-Artikel) und eine entsprechende Xing-Gruppe beschränkt wurde, wollen sie es jetzt wissen: Carsablanca.de lädt zum Beta-Test. Also auf zur Probefahrt!
Das Portal mit dem Motto ''Liebe geht durch den Wagen'' startet mit dem Ziel, nicht nur Old- und Youngtimer-Liebhabern eine adäquate Community zu bieten, sondern auch den Verkauf zu vereinfachen und entsprechendes (Insider-) Wissen zu sammeln.
In unregelmäßigen Abständen versorgt Tino ''CudaCatcher '' Lange die Chromjuwelen mit kompakten Wissenspaketen. So hat uns Tino z.B. über Yenko aufgeklärt, den AMC AMX nähergebracht und den Buick GSX vorgestellt. Sein Interesse gilt dabei eher den etwas kantigeren und eigenwilligeren Modellen aus der Muscle-Car-Ära. Jetzt hat Tino wieder zugeschlagen - und widmet sich dem Oldsmobile 442 ...
Kai Petermann,
Donnerstag, 29 November 2007
in Bikes,Wissen
Spätestens seit der ''Monstergarage'' (u.a. DMAX) kennt in Deutschland so ziemlich jeder den kreativen (und verdammt coolen) Kopf hinter Westcoast Choppers. Jesse James, der übrigens ein Nachfahre des berühmten Outlaws Jesse James ist, hat sich weltweit einen Namen mit seinen großartigen Choppern gemacht. Seine Leidenschaft für so ziemlich alle kraftstoffgetriebenen Fahrzeuge lebt er in vollen Zügen aus. Aber seine Sammelleidenschaft für großartige Benzinvernichter ist eine ganz andere Geschichte.
Jetzt gibt es ein sehr schönes Coffeetable Book über ihn und seine Werke: ''Jesse James & His Beautiful Machines''. Dieses Bilderbuch für Erwachsene macht sich nicht nur gut im Regal, man kann tatsächlich auch ein paar Augenblicke sabbernd darin blättern. Vorausgesetzt, man hat was für zweirädrige Krawallmaschinen übrig. Aber die meisten unserer Leser sollten ja ausreichend Leidenschaft für jede Art der stilsicheren Fortbewegung haben.
ramp Magazin: Mit dem richtigen Auto kriegt man sie alle
Michael Köckritz und Christian Gläsel haben es geschafft. Sie haben gerade ein echtes Schwergewicht in den Zeitschriftenhandel gerollt. Denn ''ramp'' (s. Artikel v. 13.10.2007) das ''Auto.Kultur.Magazin #1'', wiegt satte 1,1 kg. Aber Achtung: Wer Crash-Tests, Kaufberatungen in der Golf-Klasse oder Versicherungsvergleiche sucht, ist bei ramp falsch. Und zwar völlig. Auch automobile Ahnengalerien (''Ralf B. aus H. hat in einem Jahr Nachtarbeit seinen Pontiac LeMans kaputtmodifiziert'') finden nicht statt, ebenso wie Treffennachgesänge oder Kleinanzeigen. Wer diese Dinge sucht, sollte besser eine weiten Bogen um ramp machen ...