
Anders kann man es wohl nicht nennen.
Wie die treuen Leser bemerkt hatten: Alle meine Webseiten waren f?ut 7 Tagen offline. Grund daf?ar ein Festplattencrash meines Webservers. Nachdem ich 24 Stunden lange per Rescue-System vergeblich versucht habe die Festplatte wieder zum Laufen zu bekommen, gab ich letztendlich auf und lie?mir eine neue Festplatte einbauen und die alte Festplatte nach Hause schicken.
Nach dem Einbau der neuen Festplatte wollte ich eigentlich ein Backup einspielen, aber dieses war leider ?haupt nicht funktionsf?g! Warum auch immer waren alle bei mir gelagerten Backups nur Bit-Wirrwarr.
Dass es noch weitere Backups gab, die aber auf der (kaputten) Server Festplatte lagen, will ich erst gar nicht erw?en! Wie bl?ann man sein.
Die rund 1 Gb gro?n Bilder hatte ich noch zuhause, aber die in zig Monaten erstellen Postings und Artikel f?rei Webseiten waren alle futsch!
Also die Festplatte dann zuhause ankam, habe ich mir kurz ein paar Details zusammengegoogled …
Grobes Fazit: Herzlichen Gl?unsch dies ist noch eine alte IBM “Deathstar” Festplatte. Ein Festplattenmodell welches durch die Presse ging, weil sie wie Eintagsfliegen starben.
Trotzdem war das Fehlerbild bei meiner Festplatte anders: Statt 20,1 GB meldete mein Ger?nur mit 2 GB, obwohl die Jumper auf maximale Festplattenkapazit?gestellt waren. Der Versuch die Festplatte testweise auf 7.8 GB per Jumper zu stellen ergab nur eine Totalverweigerung der Festplatte.
Also musste der IBM Drive Fitness Test her. Dieser erkannte korrekterweise eine 20,1 GB Festplatte und konnte diese auch vergleichsweise lang ohne Fehler pr?. Erst nach 20 Minuten Laufzeit gab es verd?tige metallisches Klacken, sodass ich das System wieder ausschalten musste.
Danach gab es mehrere Tage diverse Rettungsversuchen unter Linux mit DD und DD_Rescue und mit hart eingestellten Festplatten-Geometrie. Leider konnte das System trotzdem nur 2 GB lesen.
Auch diverse Partition und Harddiskbackup Systeme konnten einfach nicht weiter als die 2 GB lesen, obwohl Diese angeblich die BIOS-Informationen (genauso wie Linux) ignorieren k?n und die kompletten Festplatten einlesen.
Nachdem ich schon fast aufgegeben habe, hatte ich quasi den letzten Versuch mit der Free-Edition von HDClone von der Ultimate Boot CD v.4.1.1
. Ich wollte es nicht glauben, aber HDClone schaffte gut 19 GB von der defekten Festplatte auf eine andere Festplatte zu ?tragen. Danach gab die kaputte IBM Platte wieder ihren Geist auf.
Die gesicherten Daten hatten trotzdem schon so stark gelitten, dass ich die EXT3 Partition nicht mehr mounten und auch nicht per fsck reparieren konnte.
Das ist aber auch nicht wirklich schlimm, da man unter Linux mit debugfs gl?icherweise einzelne Dateien auch aus sehr defekten Partitionen noch retten kann.
Wie man sieht: Die Webseiten ist quasi zu 99% wieder wie vor dem Crash verf?r. Ach ja … und ein besseres (weil mehrstufiges) Backup-System ist nun auch aktiv