Von Ralf Becker Die SEMA 2008 hat es gerade wieder gezeigt. In Bezug auf das Setzen von Trends sind wir - sagen wir mal - nicht die Schnellsten. Wer mitgelesen hat, was auf der legendären Messe in Las Vegas gerade alles aufgefahren wurde, wird schnell merken, dass wir - in unseren Gefilden - weit weg sind von der saloppen Kreativität, mit der z.B. der neue Dodge Challenger modifiziert wird. Oder traditionelle Themen mit modernem High-Tech verheiratet werden.
Auf SEMA-unabhängige Themen, wie z.B. ''Donk'' High-Riser, Bosozuku und Kei Car Tuning , möchte ich an dieser Stelle erst garnicht eingehen.
Das können wir aber ändern. Dass wir in Bezug auf das ''Trendsetting'' etwas wacher werden. Die Lösung heisst: Nachwuchsförderung. Wir sind der Meinung, dass das Gespür für
feine Motorkultur schon in ganz jungen Jahren geprägt wird.
Schliesslich fängt alles mit dem ersten ''Chromjuwel'' an.
Also gilt es, den eigenen Nachwuchs so schnell wie möglich auf die richtige Spur zu
bringen. Wie das gehen kann, beschreiben wir mal in drei unterschiedlichen Ansätzen.
Nachwuchs-Supersportler
Wer gerade sehnlichst darauf wartet, dass ihm Lamborghini seinen Estoque endlich liefert, der wird auch an Lynskey Performance Designs aus Chattanooga (USA) nicht vorbeikommen. Denn die Fahrradspezialisten greifen bei ihren Dreirädern nur auf die ausgesuchtesten Materialien zurück: Titan, Carbon, Leder.
Ein Einsteigermodell des ''Houseblend Tricycle'' ist schon für 999,- USD zu haben, für die unzerstörbare Titan-Ausführung werden 2500,- USD verlangt. Sich über den Preis zu beklagen ist an dieser Stelle unnütz - denn Supersportler haben bekanntlich ihren Preis.
Kustom Kid
Der Nachwuchs soll doch eher an die traditionellen Werte herangeführt werden, nach denen man ''Cool'', ''Custom'' und ''Culture'' mit ''K'' schreibt? Kein Problem. Dank Kid Kustoms.
Den ''Roddler'' mögen sicher noch einige in Erinnerung haben. Und eben dieser Kinderwagen ist die Basis für ein Umrüstset, das aus dem Buggy ein Kustom-Tricycle macht. Inklusive Fenderskirts und Whitewalls, wenn auch nicht ganz ''Billet-free''.
Einsteigermodelle des Roddlers schlagen mit rund 2000,- USD zu Buche. Das Umrüstset kostet weitere 500,- USD. Guten Geschmack kriegt man eben nicht geschenkt.
Modified Classics
Einverstanden. Die vorangehenden Modelle sind etwas kostspielig. Das ist aber noch lange kein Grund, den eigenen Stammhalter auf ein Dreirad zu setzen, das alle Regeln des guten Farbgeschmacks völlig ignoriert. Was aber leider fast das gesamte Angebotssortiment macht.
Hilft also nur noch eins. Selber Hand anlegen. Alternativ kann man natürlich auch hoffen, dass man einen Klassiker wie das oben abgebildete 1972 Kettler ''8115'' ergattert. Denn mit dem serienmässigen Leoparden-Sattel ist man an jeder Eisdiele ganz weit vorne.
(J.L. Becker sagt an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank für das beschriebene Kettler-Dreirad, Herr Petermann.)
-> Link: Weitere Dreiräder in der Fotogalerie
-> Link: Lynskey Performance Designs
-> Link: Kid Kustoms
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Ich habe noch
by: The CoEditor (Registriert) on 17-11-2008 09:34